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25 Arbeitsplätze betroffen

Coca-Cola: Nach 71 Jahren Schluss in Stadthagen

Stadthagen (gus). Fast genau vor Jahresfrist hat die Coca-Cola-Erfrischungsgetränke AG bekannt gegeben, dass der Standort Stadthagen Anfang 2007 geschlossen wird. Auf den Sprudel-Riesen ist (leider) Verlass. Seit heute stehen die Räder auf dem Betriebsgelände still. Das heißt: 25 Arbeitsplätze sind futsch - was jedoch nicht zwangsläufig 25 zusätzliche Arbeitslose zur Folge hat.

71 Jahre lang hat die vielleicht bekannteste Marke der Welt in der Kreisstadt "residiert". An verschiedenen Standorten, zuletzt an der Enzer Straße, wurden unterschiedliche Arbeitsschritte vollzogen. Zunächst beschränkte sich die Firma Hauß, die die entsprechende Lizenz erworben hatte, auf den Getränkevertrieb. Seit 1952 wurde die Brause des Konzerns abgefüllt. Auch nach dem Aus der Firma Hauß blieb Stadthagen "operativer Standort". Ausschlaggebend für die Schließung des Stadthäger Geländes sind nach Konzernangaben wirtschaftliche Erwägungen. Die Unternehmensspitze verspricht sich mehr Effizienz durch die Verlagerung auf die Orte Marienmünster, Ronnenberg und Bielefeld. Von dort aus sollen künftig die Lieferungen ins Schaumburger Land starten. In Sachen Betreuung soll sich nicht viel ändern. "Die Kunden aus Handel und Gastronomie in der Region werden wie bisher unverändert vom Coca-Cola-Verkaufsaußendienst betreut", verspricht das Unternehmen in einer Pressenotiz. Doch was geschieht mit den 25 Beschäftigten, die bisher auf dem Stadthäger Coca-Cola-Gelände ihren Lebensunterhalt verdient haben? "Allen 25 Mitarbeitern in Stadthagen werden neue Arbeitsplätze an anderen Coca-Cola-Standorten angeboten", teilt der Konzern mit. Wo genau diese Jobs zu haben sind, ist nicht mitgeteilt worden. Auch nicht, wie viele der 25 Beschäftigten weiterhin bei Coca-Cola in Lohn und Brot stehen. Ebenso fehlen noch Erfahrungswerte für eine Einschätzung der veränderten Lieferbedingungen. Und noch eine ungeklärte Frage: Was geschieht mit der Immobilie an der Enzer Straße? Die Coca-Cola-Erfrischungsgetränke AG will den Gebäudekomplex, der Lager- und Büroflächen sowie einen Anliefer- und Rangierplatz umfasst, verkaufen. Bezüglich des Standes des Verfahrens hat das Unternehmen nichts mitgeteilt.

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