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CDU: Kinder mit Internet nicht allein lassen!

Landkreis (rd). Eine Anfrage, um die bisherige Aktivität im Bereich "Medienerziehung" im Landkreis Schaumburg zu beleuchten, hat die Fraktion im Kreistag bei der Kreisverwaltung gestellt. "Wir befürworten in diesem Bereich eine aktivere Rolle des Landkreises", so die CDU-Abgeordneten Cornelia Jäger und Torben Sven Schmidt.

Es habe sich in vielen wissenschaftlichen Studien nachweisen lassen, dass es einen Zusammenhang zwischen sehr gewalthaltigen Computerspielen und der Gewaltakzeptanz bei jungen Menschen gibt. Als Problem werten die Kreistagsabgeordneten, dass die Benutzer des Internets immer jünger werden. "Viele Eltern sind demgegenüber nur unzureichend in der Lage, zu kontrollieren, wie ihre Kinder den Computer und das Internet benutzen", so Schmidt. Das Herunterladen von Dateien, das Kopieren von lizenzierten Spielen oder auch die Weitergabe persönlicher Daten beim Chatten würdenFragen aufwerfen, die sich in der alltäglichen Nutzung stellen. Viele Kinder und Jugendliche würden zudem im Internet auf bestimmten Seiten mit pornographischen und Gewaltdarstellungen konfrontiert, deren Wirkungen nicht einschätzbar sind. "Schließlich ist zu befürchten, dass bei einigen der betreffenden Jugendlichen durch immer intensivere Nutzung dieser Medien auch die schulischen Leistungen negativ betroffen sind", erklärt Cornelia Jäger. Durch eine intelligente Nutzung dieser Medien aber ließen sich sogar positive Ergebnisse erzielen. "Deshalb wollen wir für Eltern wie auch für Kinder und Jugendliche eine aktivere Medienerziehung erreichen", so Jäger. Nach Auskunft von Torben Sven Schmidt gibt es Landkreise, die diesbezüglich eine sehr aktive Aufklärungsarbeit betreiben. Als Beispiel nannte er den Landkreis Leer, in dem es neben einem "Medienmobil" für Schulen und Vereine auch einen ansprechenden Internetauftritt gibt.

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