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Kleinenbremer SPD will die Zukunft planen

"Burgfrieden ist für die kreative Ratsarbeit tödlich"

Kleinenbremen. Ehrungen, Vorstandswahlen und Diskussionen zur Zukunftsgestaltung standen auf der Tagesordnung der jüngsten Jahresversammlung des SPD-Ortsvereins Kleinenbremen.

Dieter Lichte wies auf die besondere Verantwortung des Stadtverbandes hin, der sich vor allem mit der Ratsarbeit befassen müsse. Der SPD-Stadtverband müsse das soziale Gewissen für die Fraktion darstellen und aufmerksam beobachten, ob sich die Fraktion von sozialdemokratischen Grundsätzen entferne. Die geplante Veränderung des Winterdienstes sei ein Beispiel dafür gewesen. In der regelmäßigen Zeitungskolumne des Altbürgermeisters könne man nachlesen, wie friedlich die Ratsarbeit verlaufe und welch einvernehmliche Beschlüsse im Rat gefasst würden. In Arbeitskreisen werden gemeinsame Beschlüsse aller Fraktionen vorbereitet, und es habe den Anschein, als sei an den Verwaltungsvorschlägen grundsätzlichnichts auszusetzen. Die Freude des Altbürgermeisters über diesen Frieden im Rat mag Lichte jedoch nicht teilen. Was auf dem ersten Blick so friedvoll aussehe, könne für eine gesunde, kreative Ratsarbeit geradezu tödlich sein. In den kommenden Wochen will sich der SPD-Ortsverein in verschiedenen Veranstaltungen zusammen mit Einwohnern mit Zukunftsplanungen für Kleinenbremen befassen. Um der demografischen Entwicklung entgegen zu wirken werde man bei allen Planungen konsequent zwei Fragestellungen beachten, wurde in der Versammlung beschossen: ? Wie kann man Kleinenbremen attraktiv für junge Familien machen?  Welche Maßnahmen können getroffen werden, damit ältere Einwohner so lange wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung wohnen bleiben können? In einem Bürgerbrief wird der Ortsverein in Kürze alle Einwohner dazu aufrufen, an der Zukunftsgestaltung Kleinenbremens aktiv mitzuwirken. Mit der Erarbeitung eines Kleinenbremer Baulückenkatasters und der Suche nach Möglichkeiten für "Betreutes Wohnen im Ort" wurden schon erste Schritte unternommen. Die Vorstandswahlen ergaben keine wesentlichen Veränderungen. Vorsitzender bleibt Rainer Besser, Karl Heinz Mühl bleibt stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer. Der langjährige Kassierer Horst Tebbe hatte darum gebeten, dieses Amt in andere Hände zu übergeben. Die Versammlung wählte Water Kunz zum neuen Kassenwart des Ortsvereins. Für die Öffentlichkeitsarbeit wurde Dieter Lichte von der Versammlung im Amt bebestätigt. Für 40-jährige Parteizugehörigkeit wurden Dieter Rennekamp und Helmut Fernholz geehrt. Walter Kunz ist seit 25 Jahren in der SPD.

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