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Hohe Telefongebühren stoßen im Rat Suthfeld auf / Erhöhung der Umlage "tut weh"

Bürgermeister möchte eine "Homezone"

Suthfeld (fox). Die Erhöhung der Samtgemeindeumlage, die Beschlussfassung für den Haushalt 2007 und die hohen Post- und Fernmeldegebühren der Gemeinde, sind beherrschende Themen der jüngsten Gemeinderatssitzung im Gasthaus Hattendorf gewesen. Mit 907 Euro im vergangenen Jahr schlug dieser Posten dem Gremium eindeutigzu heftig ins Kontor, denn der Großteil davon sind Telefonkosten.

Zwar telefoniere Bürgermeister Horst Schlüter nicht sonderlich viel auf Gemeindekosten. Jedoch wolle er für die Bürger immer erreichbar sein. Deshalb leite er Gespräche seines Amtsapparates in der Verwaltung auf das Diensthandy um, wenn er beispielsweise bei der Arbeit in Hannover ist. Die Gemeinde zahlt demnach für jedes Gespräch über diese Umleitung die Gebühren, vom Amtsapparat aufs Mobiltelefon Schlüters. "Zu viel" kommentierten Ratsmitglieder den Ansatz von 900 Euro für die Haushaltsstelle Post- und Fernmeldegebühren. Joachim Runkel (CDU) regte an, den Mobilfunk-Tarif zu wechseln und Schlütereine "Homezone" einzurichten. Dies ermöglicht in einem bestimmten Umkreis Gespräche vom Handy ins Festnetz und umgekehrt zu Festnetz-Preisen. Schlüter will der Sache nachgehen. Mit einer Freien Spitze von 11 400 Euro hat Suthfeld seinen Haushalt ausgeglichen. "Davon kann man nicht einmal mehr eine Straße sanieren, das tut weh", sagte Schlüter. Er schiebt den schwarzen Peter der Samtgemeinde Nenndorf zu. Diese hatte ihre Umlage erhöht. Für Suthfeld bedeutet dies 16 000 Euro Mehrkosten, so dass die Gemeinde in diesem Jahr insgesamt 190 800 Euro an Samtgemeindeumlage zahlen muss. "Wir werden damit zu Zahlungen für Leistungen gezwungen, die aus unserer Sicht nicht an der Reihe sind", sprach Schlüter nicht zwingende Sanierungen in Schulen an. Zudem ist er der Meinung, dass eine Samtgemeinde keine Rücklage zu bilden habe. "Das ist nicht mein Ding", gab sich Schlüter verstimmt. Mit einer Zuführung in dieRücklage von 25 400 Euro steigt diese auf 156 439 Euro. "Wir sind seit 1992 schuldenfrei", sagte Schlüter. "Wir werden am Ende des Jahres sehen, was wir übrig haben."

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