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Protestbrief an T-Mobile Deutschland / Messungen gefordert

Bürgerinitiative: Sendemast für veraltete Technik überflüssig

Rinteln (wm). Die Initiative "Bürger gegen Sendemasten in bewohnten Gebieten" hat jetzt einen letzten Appell an die T-Mobile Deutschland GmbH in Hannover gerichtet, auf den geplanten und bereits genehmigten neuen Sendemast am Doktorseeweg zu verzichten.

Aufgrund neuer Techniken sei der Sendemastüberflüssig, denn das Sendeformat UMTS sei von neueren Entwicklungen überholt worden und die Versorgung der Handys und Mobilfunkgeräte der Rintelner Bürger längst sichergestellt. Günther Biallas: "Das hat Dr. Brüggemeyer vom Niedersächsischen Landesamt für Ökologie im Oktober bei einem Vortrag im Bückentorsaal ausdrücklich bestätigt." Was Agathe Mezger-Diestelkamp und Heike Wethmüller empört: Nach wie vor verleugneten und bagatellisierten die Mobilfunkbetreiber die gesundheitlichen Risiken der von den Sendemasten verursachten Strahlung. Die Beweislast für deren Ungefährlichkeit werde aus "rein wirtschaftlichen Gründen" auf die Bevölkerung abgewälzt. Zwar werde jedereinzelne Sendemast für sich überprüft, ob hier die Grenzwert eingehalten werden, doch "wie sich Strahlenbelastung durch die inzwischen vielen Sendemasten insgesamt auswirkt", dazu gebe es keine Erkenntnisse. Nach wie vor seien auch die Grenzwerte wissenschaftlich umstritten. Besonders bedauert die Bürgerinitiative, dass es kaum Widerstand von den direkt betroffenen Anwohnern am neuen Sendemast gegeben habe. Dadurch seien der Bürgerinitiative auch "rechtlich die Hände gebunden". Doch die künftigen Bebauer des Steinangers müssten sich darüber im Klaren sein, dass - wie andernorts bereits geschehen - ihre Immobilien wie Grundstücke durch den Sendemast an Wert verlieren würden. Jetzt hoffe die Bürgerinitiative, schilderte Günther Biallas, dass die Stadt Rinteln vor Inbetriebnahme der Anlage eine Messung an mehreren Punkten in der Innenstadt durch ein unabhängiges Institut in Auftrag gibt. Diese Messung sollte wiederholt werden, sobald die Anlage läuft, damit man feststellen könne, inwieweit die Gesundheit der Bürger durch eine eventuelle höhere Strahlenbelastung gefährdet ist.

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