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Leitungswasser: Hier spritzt es, da tröpfelt's

Bürger machen Druck beim Wasserdruck

Altenhagen II (nah). Die topografische Lage von Altenhagen II bereitet der Samtgemeinde Rodenberg erhebliches Kopfzerbrechen. Krasse Höhenunterschiede der Häuser zum örtlichen Wasserbehälter sorgen für unterschiedlichen Leitungsdruck. Ein Teil der Gebäude kommt zwar in den Genuss einer Druckerhöhungsanlage; andere Hausbesitzer aber müssen sich gegen einen zu großen Wasserschwall mit Minderungsventilen wappnen. Der westliche Dorfteil wartet indes noch auf eine Verbesserung der Versorgung.

Die Wasserproblematik war jetzt hauptsächlicher Gegenstand einer Bürgerfragestunde. Schon seit Jahren lädt der SPD-Ortsverein Messenkamp/Altenhagen II regelmäßig zu diesen Informationsabenden ein. Diesmal waren Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann und Tiefbau-Experte Björn Ladage gekommen. Dieser erläuterte zunächst die örtlichen Versorgungseinrichtungen. Seitdem mit dem Straßenbau im Bereich "Kloppenburg" auch der Austausch alter Leitungen abgeschlossen werden konnte, seien etliche Häuser an die bestehende Druckerhöhung angeschlossen worden. Die Folge: In einigen Häusern in tiefer gelegenen Bereichen schießt jetzt das Wasser bis zu acht Bar aus dem Hahn: "Die Schüssel ist leer und ich bin klatschnass", klagte eine Anwohnerin. Ihr wurde geraten, ein Druckminderungsventil einzubauen. "Wir wären froh, wenn wir überhaupt Druck hätten", widersprach ein Anlieger aus dem Unterdorf. Seit Jahren betreibe er eine Druckerhöhung: "Sonst würde es aus der Dusche nur tröpfeln." Ladage wies mit Blick auf diese Beispiele die Hauseigentümer auf deren Pflichten hin: "Wir können es nicht allenrecht machen." Sie müssten selber für Druckerhöhung oder -minderung sorgen. Gleichwohl wird laut Heilmannüberlegt, das gesamte Altenhäger Versorgungsnetz in ein Druckerhöhungssystem zu bringen. Zuvor müssten jedoch noch alte Gussleitungen in der Messenkämper Straße erneuert werden. Dafür gebe es noch keine konkreten Pläne: "Ein erster Schritt wird frühestens 2010 möglich sein." Heilmann begründetedies mit dem Ziel der Samtgemeinde, kommunale Gebühren konstant zu halten: "Wir müssen immer die Einnahmen mit den Investitionen austarieren." Für 2009 sei ein Schwerpunkt in der Feggendorfer Wiesenstraße gelegt worden: "Das kostet dort echtes Geld." Bürgermeister Frank Witte zeigte Verständnis: "Wir können nicht alles auf einmal verlangen", stieß er auf Zustimmung bei den Anwesenden, "aber wir haben ein Ziel." Witte und Heilmann mussten noch eine Reihe weiterer Fragen beantworten. Sie betrafen unter anderem den Bau eines Carports am Dorfgemeinschaftshaus, den neuen Dorfplatz und die Reinigungspflicht auf Bürgersteigen. Zum Teil heftige Kritik gab es an der großzügigen Regelung bei den Brenntagen. SPD-Vorsitzender Karl Minne Braaksma kündigte weitere Fragestunden an - das nächste Mal in Messenkamp.

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