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Bürger fordern mehr Lob für ihr Engagement

Hamburg. Soziales Engagement wird nach Ansicht vieler Bundesbürger zu wenig gewürdigt. In einer bundesweiten Umfrage unter 1000 Teilnehmern nannten 36 Prozent der Befragten mangelnde öffentliche Anerkennung als Hauptgrund gegen unbezahlte, freiwillige Arbeit, sagte der Zukunftsforscher Horst W. Opaschowski der Nachrichtenagentur dpa in Hamburg. Für 27 Prozent kostet ein Ehrenamt zu viel Zeit. 25 Prozent haben keine Lust, sich dem Regiment der Hauptamtlichen unterzuordnen. Und 21 Prozent der Befragten halten ein Ehrenamt ohne finanzielle Gegenleistung fast schon für Ausbeutung. „Der Mangel an Anerkennung wiegt schwerer als der Verlust von Zeit oder Geld“, folgert Opaschowski aus der Befragung durch das IPSOS-Institut in Mölln von Anfang Februar. Vor allem Eltern klagten über eine fehlende gesellschaftliche Anerkennung: „Wie sollen Eltern zum Vorbild für Jugendliche werden, wenn sie selbst das Gefühl haben, ausgenutzt zu werden (18 Prozent) oder sich wie Lückenbüßer vorkommen (17 Prozent)“, erklärte der Zukunftsforscher. Junge Leute erwarteten von einem Ehrenamt soziale Kontakte und Anerkennung, suchten das Erfolgserlebnis. „Die junge Generation will gebraucht und gefordert werden“, sagte Opaschowski.

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