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"Siegfrieds Tod" im Besucherbergwerk / Technische Vorbereitungen haben begonnen

Bühnenbau 80 Meter unter der Erdoberfläche

Kleinenbremen (mt). Die Bretter, die die Welt bedeuten, werden vom kommenden Montag zur Theaterbühne zusammengebaut. Derzeit liegen sie noch gestapelt im Kleinenbremer Besucherbergwerk, wo am 10. August die Premiere von Friedrich Hebbels "Die Nibelungen - Siegfrieds Tod" über die Bühne geht. Die Zuschauer werden dann das Stück, aufgeführt von der Tucholsky-Bühne, 80 Meter unter Erdoberfläche erleben (wir berichteten).

Regisseur Eduard Schynol und Bergwerks-Fachmann Karl-Heinz Daum empfehlen den Besuchern, warme Kleidung anzuziehen und Decken mitzubringen, denn 80 Meter unter der Erde ist es mit acht bis zehn Grad Celsius recht kühl. Bei einem Ortstermin stand jetzt weniger die hohe Kunst, sondern mehr das Alltägliche im Vordergrund. So sprachen Schynol und Daum über die Wasserversorgung für die mobilen Toiletten, die Beleuchtung der Wege, und sie nahmen die Maße für die Bühnenausstattung. Schynol empfiehlt den Besuchern, am Abend der Vorstellung möglichst früh in den Berg einzufahren (gegen 19.15 Uhr startet der erste Triebwagen), weil dann bis zur Vorstellung noch Zeit bleibt für einige Erläuterungen zum Bergwerk. In den nächsten Tagen beginnen nicht nur die Proben, sondern auch die Technik wird einem Belastungstest unterzogen. "Noch ist unklar, wie die Regeltechnik mit der hohen Luftfeuchtigkeit klarkommt", sagt Schynol. Karten gibt es übrigens noch reichlich. Vier von 14 Vorstellungen sind bislang ausverkauft.

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