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Rutschmeister Holger Wienzek in Orlando/Florida vor seinem größten Karriereerfolg

Bückeburger rutscht um den Europatitel

Bückeburg/Orlando (jp). Vom Bückeburger Dr.-Faust-Hallenbad nach Florida: Diesen Karrieresprung unternimmt am kommenden Wochenende der amtierende Bückeburger Rutschmeister Holger Wienzek. Der zweimalige Sieger bei den Bückeburger Rutschmeisterschaften und Landesmeisterschaftszweite fliegt diese Woche in die Vereinigten Staaten, um dort bei den Europameisterschaften im Rennrutschen anzutreten.

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Nanu, wird der Leser jetzt erstaunt fragen, Europameisterschaften in den Vereinigten Staaten von Amerika? So skurril es klingen mag: Tatsächlich wurden die Titelkämpfe auf europäischer Ebene vom Veranstalter und dessen Sponsoren, in erster Linie sind dies ein großer Reiseveranstalter sowie eine sonntags erscheinende Boulevardzeitung, nach Orlando im US-Bundesstaat Florida verlegt. Dort entstand vor kurzer Zeit vis-a-vis zum bekannten Seaworld-Park der neue Aquatica Park, eine gigantische Freizeitbad-Anlage. Dort wird der 41-jährige Kleinenbremer auf der Riesenrutsche der Anlage gegen die 30 besten Rennrutscher Europas antreten. Dabei wird sich Holger Wienzek mit einem ganz anderen Wettkampf-Reglement konfrontiert sehen: Im Gegensatz zu den bisher von ihm absolvierten Meisterschaften, bei denen sitzend oder auf dem Rücken liegend gerutscht wurde, unterliegen die Europameisterschaften nicht dem bundesdeutschen Regelwerk, der deutschen Rennrutsch-Ordnung (DRRO). In Orlando/Florida wird statt mit den Füßen nach vorne in der sogenannten Skeleton-Haltung gerutscht, also liegend auf einer Matte und mit dem Kopf voran. Vorteil oder Nachteil für Holger Wienzek? Der Kleinenbremer ist skeptisch. "In der klassischen Rutschhaltung auf Schultern und Hacken wäre ich sicherlich ganz vorne mit dabei gewesen. So werde ich versuchen, alles zu geben und jedenfalls unter die Top Ten zu kommen." Ursprünglich sollte die Europameisterschaft auf derCommersen Delphin Rutsche des Aquatica Park ausgetragen werden. Sie führt auf einem durchsichtigen Teilstück unter Wasser durch ein Delphinbecken. Die Veranstalter verlegten die Titelkämpfe nach einigen Testläufen dann aber auf den sogenannten Taumata Racer, auf dem nur mit Matte gerutscht werden darf.

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