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Briten verlassen Hameln nicht vor 2015

Briten

Hameln (ni). Hameln bleibt vorerst verschont: Die in der Rattenfängerstadt stationierten Streitkräfte der britischen Armee stehen nicht auf der Liste der Standorte, die die Regierung in London bis 2015 auflösen wird.

Das teilte der britische Botschafter in Deutschland, Simon McDonald, heute offiziell dem niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister mit. „Wirklich erleichtert“ ist Hamelns Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann von dieser Nachricht nicht.
Vor einem Jahr hat der britische Premierminister David Cameron angekündigt, die Hälfte der Truppen bis 2015 und den Rest bis 2020 aus Deutschland abziehen zu wollen. Jetzt hat das Verteidigungsministerium die Pläne konkretisiert, dabei allerdings nur einen Fahrplan für den Abzug bis zur Halbzeit präsentiert. Danach soll die britische Truppenstärke in Deutschland bis 2015 um rund 21 Prozent reduziert werden. Betroffen sind davon die Standorte in Celle, Mönchengladbach, Bielefeld, Münster und Gütersloh. Völlig offen bleibt dagegen, wie es nach 2015 mit dem Truppenabbau weitergehen soll.

Die Frage, die für Hameln „nach wie vor von eklatanter Bedeutung ist“, sei damit nämlich nicht beantwortet – und zwar die Frage nach einem Zeitplan für die Jahre 2015 bis 2020, äußert sich Lippmann. Wann die 750 an der Süntelstraße stationierten britischen Pioniere und deren 730 Angehörige aus Hameln abziehen, steht noch nicht fest.

Insgesamt sind in Niedersachsen derzeit etwas mehr als 6000 britische Soldaten in den Kasernen in Celle, Bad Fallingbostel, Bergen und Hameln stationiert.

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