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Briefmarken- heftchen

Hameln, 4. April. Briefmarkenheftchen will die Reichspost ausgeben. Die Vorbereitungen und Verhandlungen sind noch im Gange. Doch ist dem Vernehmen nach deren Abschluss demnächst zu erwarten, sodass die Heftchen in absehbarer Zeit erscheinen dürften. Es ist beabsichtigt, zwei Arten von Heftchen zur Ausgabe zu bringen, einmal ein Heftchen mit je 20 Briefmarken zu 5 Pfg. und dann ein Heftchen mit je 10 Marken zu 10 Pfg. Es ergibt sich daraus ein Nominalbetrag von 1 Mark pro Heftchen. Die Heftchen erhalten quadratische Form. Jede Seite ist etwa 5 Zentimeter lang. Die Heftchen mit den 5-Pfg.-Marken erhalten einen grünen, die Marken zu 10 Pfennig einen roten Umschlag. Außerdem gibt ein entsprechender Aufdruck Auskunft über den Inhalt des Heftchens. Alle Postverwaltungen, die bisher Markenheftchen ausgegeben haben, erheben einen Zuschlag zu dem Nominalpreis. Nur die Reichspostverwaltung beabsichtigt, die Markenheftchen zu dem Nominalpreise von 1 Mark ohne Aufschlag zu verkaufen. Um die erheblichen Kosten der Herstellung der Heftchen zu decken, ist beabsichtigt, diese mit Geschäftsempfehlungen zu versehen. Um das Ankleben der aufeinanderliegenden Marken zu verhindern, kommt zwischen jede Markenlage ein Blatt dünnen Papiers. Diese Blätter sollen mit Anzeigen bedruckt werden. Will die Reichspost jede ihrer Postanstalten mit dem nötigen Vorrate von Heftchen versehen, so ergibt sich schon eine große Zahl, deren Herstellung schon zu Anfang beträchtliche Kosten verursacht.

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