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Auf Kanutour zum Zelten beim RKC: Henning Scherf zeigt sich gut gelaunt und bürgernah auf Rintelns Marktplatz

Bremens Ex-Bürgermeister springt zum Bad in die Weser

Rinteln (crs). Schon in seiner Zeit als Bürgermeister war er bei den Bremern bekannt und beliebt für seine Bürgernähe. Als einziges Mitglied des Senats hatte er keinen eigenen Chauffeur, fuhr jeden Morgen mit dem Rad ins Rathaus und war oft auch zu Fuß in der Innenstadt unterwegs: Henning Scherf. Beides - Bürgernähe und Sportlichkeit - hat der frühere Landeschef am Wochenende in Rinteln gezeigt: Auf einer Kanutour von Hannoversch Münden bis Minden machte Scherf für eine Nacht beim Rintelner Kanu-Club (RKC) Station. Natürlich mit dem Zelt.

Henning Scherf auf dem Marktplatz: Gemeinsam mit Waltraud und He

Das Paddeln gehöre schon seit jungen Jahren zu seinen Leidenschaften, erzählt Scherf: "Ich bin bloß lange Zeit viel zu selten dazu gekommen." Den Einer-Kajak, mit dem der 68-Jährige jetzt bei der gemeinsamen Tour mit Freunden unterwegs war, besitzt er schon seit über 25 Jahren. Nach dem Ende seiner aktiven politischen Laufbahn hat der Autor des Buches "Grau ist bunt - was im Alter möglich ist" endlich Raum für mehr Freizeit. Unter anderem für die seit langem geplante Kanutour auf der Weser. Seine "Paddeleltern" haben ihn dazu gebracht: Waltraud und Herbert Loseke, ebenfalls aus Bremen, sind Urgesteine der Kanuten-Szene und auch einigen RKC-Mitgliedern bekannt. Von Hannoversch Münden über Karlshafen, Heinsen und Hameln sind die drei Freizeitsportler bis Rinteln gepaddelt - und bis Hameln hatten sie sogar noch eine 87-jährige Dame dabei, deren Paddelaktivitäten beinahe für noch mehr Aufsehen sorgten als Henning Scherf. Der allerdings hatte die Aufmerksamkeit aller Kanuten des RKC sicher, als er am Freitagabend ein paar Meter weseraufwärts ging - und zur Überraschung aller Anwesenden plötzlich in die Fluten der Weser sprang. In lockerer Ferienlaune, gut gelaunt und entspannt zeigte sich Scherf auch auf dem Marktplatz: Von etlichen Rintelnern wurde der Politiker erkannt - mit denen, die sich trauten, ihn anzusprechen, unterhielt er sich freundlich und locker. Immer in Reichweite hatte Scherf während seiner Wesertour übrigens sein Handy. "Meine Frau hat mir zugesichert, wenn ich nicht mehr kann, kommt sie und holt mich ab", sagt Scherf und lächelt. Auf diesen Anruf allerdings hat Luise Scherf in den letzten Tagen vergeblich gewartet.

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