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Alterskameradschaft der Feuerwehren in Bad Münder trifft sich zur Jahresversammlung am Deisterhang

„Brandschutz muss weiter Priorität haben“

Bad Münder (oe). Rund 100 Mitglieder der Alterskameradschaft der Feuerwehren der Stadt trafen sich wieder zum Jahrestreffen in der Berufsgenossenschaftlichen Bildungsstätte am Deisterhang. Dass die Mitglieder durch und durch Feuerwehrleute sind, beweisen die immer noch komplett gut sitzenden Uniformen, in denen sich die Alterskameradschaft trifft – aber auch die Themen ihrer Sitzungen.

Nach der Sitzung gab es Grünkohl und Bregenwurst. Fotos: oe

Der Sparzwang fast aller Kommunen setzt auch die aktive Feuerwehr unter Druck. Eine immer älter werdende Ausrüstung und Kürzungen bei Neuanschaffungen machen den Brandschützern zu schaffen. Der stellvertretende Bürgermeister Detlef Olejniczak berichtete von einer Kommune in Holzminden die derzeit prüft, ob die Ausstattung mit einer Drehleiter überhaupt erforderlich sei. Stattdessen sollten die Hausbesitzer Nottreppen anbauen. „So weit ist es bei uns noch nicht“, so Olejniczak, der selbst fast 25 Jahre aktives Mitglied der Feuerwehr in Flegessen war. Er garantierte den Anwesenden, dass er mit der Bürgermeisterin, dem Kämmerer und der Führung des Stadtkommandos „im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten die Haushaltsmittel einsetzen wird, die für den Brandschutz und die Sicherheit der Kameraden sowie der Bürger nötig sind“. Über Einsparungen in allen Bereichen könne man nachdenken – aber eben nicht zulasten der Sicherheit beim Brandschutz.

Dem stimmten auch Elke Osterkamp, Ortsbürgermeisterin von Beber/Rohrsen und Vorsitzende des Feuerschutzausschusses, sowie der stellvertretende Stadtbrandmeister Heinrich Jochim zu.

Heyno Garbe aus Lauenau, Vorsitzender der Alterskameradschaft des ehemaligen Landkreises Springe, berichtete von einem ähnlichen Fall, der sich vor Jahren in Bad Nenndorf ereignete: „Am Ende haben wir es geschafft und wir haben in unserem Einsatzbereich wieder eine lebensrettende Drehleiter“, so Garbe.

Der Vorsitzende Robert Ascher begrüßte viele Ehrengäste.
  • Der Vorsitzende Robert Ascher begrüßte viele Ehrengäste.

Vorsitzender Robert Ascher berichtete von den zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr. Regelmäßig treffen sich die Sprecher der örtlichen Alterskameradschaften in einem der Feuerwehrhäuser des Stadtgebietes. Dabei werden auch Fahrzeugbestand und Ausrüstung kritisch unter die Lupe genommen.

Ein wichtiger Bestandteil der Alterskameradschaft ist auch die gemeinsame Freizeitgestaltung. Es wurde mit Freunden und Partnern eine Aufführung des Operettencafé „Operamobilé“ im Martin-Schmidt-Konzertsaal besucht. Das Bergwerk in Barsinghausen sowie die „Hohe Egge“ und der Süntelturm waren weitere Ausflugsziele. Eine Tagesfahrt führte in das Panzermuseum Munster, bei der auch eine Gelöbnisfeier von künftigen Offizieren zum Programm gehörte.

Höhepunkt eines jeden Jahres ist immer die Mehrtagesfahrt, die diesmal an die Bernsteinküste nach Kolberg führte. Erstmalig mit einem anderen Reiseunternehmen als gewohnt, gab es auch erstmalig Schwierigkeiten mit dem Ablauf. Die Unterbringung erfolgte in einem Hotel fast 70 Kilometer von Kolberg entfernt, worauf es zu finanziellen Nachforderungen des Reiseunternehmens kam. Dennoch ließen sich die Teilnehmer den Spaß nicht verderben, so Robert Ascher.

Die letzte Fahrt des Jahres gehörte traditionsgemäß den Damen mit einer „Fahrt ins Blaue“. Sie führte diesmal nach Holzminden.

Nach den Regularien hieß es bei den Alterskameraden „Essen fassen“. Es gab Grünkohl und Bregenwurst. Für die Bewirtung sorgten Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Ascher bedankte sich sowohl bei ihnen als auch beim Team der Bildungsstätte für die gute Versorgung in den vergangenen 16 Jahren, in denen sich die Alterskameradschaft dort einmal pro Jahr zusammenfindet.

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