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Kritik an "unsportlichem Verhalten" des Meisters von Todenmann / Damen-Team auf Platz zwei

Boule-Turnier: "Tief-Lieger" sorgen für Wirbel

Todenmann (rd). Unerwartet viele Zuschauer haben das Boule-Finale in Todenmann verfolgt. Die Spannung war enorm - erstmals stand eine Damenmannschaft im Endspiel um jenen Wanderpokal, den Gastwirt Horst Droste 2004 anlässlich seiner Bahn-Einweihung stiftete. Letztlich mussten sich die "Damen vom Schnatbach" jedoch geschlagen geben: Die "Tief-Lieger" sind die neuen Boule-Meister von Todenmann. Ein Meisterteam, das wegen seiner Spielweise im letzten Vorrundenspiel in der Kritik steht.

Die Boule-Meister von Todenmann: Die "Tief-Lieger" siegen vor de

Im Viertelfinale hatten die "Damen vom Schnatbach" den Shootingstar der Vorrunde, die "Rote Kugel", mit 13:9 ausgeschaltet. Im ersten Halbfinale wartete dann ein ganz dicker Brocken auf die Schnatbacherinnen. Die "Bankrotöre" sind in Schaumburg bekannt und galten auch in Todenmann als Favorit. Aber die Mannen um Bernd Lalla mussten sich dem spielerischen Charme der Schnatbach-Damen recht eindeutig mit 13:7 geschlagen geben. Final-Gegner der Schnatbach-Damen waren die "Tief-Lieger", deren Weg ins Finale für Wirbel sorgte. Im letzten Vorrundenspiel wurde bewusst auf eine haushohe Niederlage gespielt, um nicht in der Zwischenrunde gegen "Carambolage" antreten zu müssen. Aber der Plan ging nicht ganz auf, so dass die Viertelfinal-Begegnung "Tief-Lieger" gegen "Carambolage" hieß. Aber Letztere durften nur mit vier Kugeln spielen, weil einer ihrer Spieler aus Protest nicht antrat. Er warf den "Tief-Liegern" "grob unsportliches Verhalten" in besagter Vorrunde vor. Die Quintessenz: "Carambolage" verlor glatt mit 4:13 - und die "Tief-Lieger" standen im Halbfinale. Das gewannen Horst Kuhlmann, Hans-Jürgen Deppe und Hans-Werner Wilhelm recht unangefochten mit 13:8 gegen "Unter Uns II", die ihrerseits im Viertelfinale für eine Sensation gesorgt hatten, als sie den Titelverteidiger "Die Namenlosen" mit 13:10 aus dem Rennen warfen. Im Spiel um den dritten Platz zeigten die "Bankrotöre" wieder ihr "A-Spiel" und besiegten "Unter uns II" ohne Mühe mit 13:8. Dramatischer verlief dann als Boule-Leckerbissen das Finale. Die Damen vom Schnatbach - in der Besetzung Nicole Brockhage, Kerstin Hüttemann, Anke Handt und Daniela Witte - zeigten großen Kampfgeist gegen die "Tief-Lieger". Immerhin bis zum 9:9 hielten sie die Partie offen. Doch dann riss der Spielfaden, so dass sich die Damen letztlich mit 9:13 geschlagen geben mussten. Ortsbürgermeister Uwe Vogt überreichte den Siegern den Wanderpokal und ehrte die Platzierten, die natürlich Urkunden und Medaillen als Erinnerung an ein gelungenes Turnier erhielten. Nicht nur Karl-Heinz Kreye von der Turnierleitung zeigte sich zufrieden, sondern auch die zahlreichen Teams, die das Finale mitverfolgten. Damit Spaß und Freude am Boule-Spiel auch in Zukunft gesichert sind, kündigte Kreye für das nächste Turnier einen anderen Spielmodus an.

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