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Zur Feier kommt der Ministerpräsident

Bornemann ist ein "Ort im Land der Ideen"

Gelldorf (sig). Da keine ausländische Nationalmannschaft oder ihr Begleitteam im Obernkirchener Raum untergebracht ist, wäre die Fußball-Weltmeisterschaft vielleicht mehr oder minder an der Bergstadt vorbeigerauscht. Dass dem nicht so ist, dafür sorgt die in Gelldorf angesiedelte Firma Bornemann. Dieses weltweit tätige Unternehmen bekam jetzt eine besondere Auszeichnung als "Ausgewählter Ort 2006", weil sich Deutschland im WM-Jahr auch als "Land der Ideen" präsentieren will. Auf diesem Feld sind die Erwartungen inzwischen ohnehin eindeutig größer als auf dem grünen Rasen.

Die Bornemann-Marketingmanagerin Diana Rühle mit der Urkunde des

An jedem Tag dieses Jahres wird eine besondere Idee präsentiert, die in der Bundesrepublik entwickelt worden ist. Mit diesem Konzept soll deutlich gemacht werden, dass Deutschland mehr ist als der nächste WM-Ausrichter, mehr auch als das häufig beschworene Land der Dichter und Denker, sondern zudem viele Forscher und Erfinder hat. Ihre Ideen haben die Welt verändert. Und mittendrin in dieser stattlichen Reihe herausragender Ideengeber befindet sich jetzt auch ein Obernkirchener Unternehmen. Diese ungewöhnliche Anerkennung war Grund genug für die Firmenleitung, anlässlich der Übergabe der Auszeichnung eine Betriebsversammlung einzuberufen. Geschäftsführer Dr. Ingo Bretthauer erklärte bei der Begrüßung seiner Mitarbeiter: "Wir haben uns zusammen mit über 1200 anderen Bewerbern an der Ausschreibung beteiligt und freuen uns sehr, zu den 365 ausgewählten Orten dieser Standortinitiative zu zählen. Eine Jury unter dem Vorsitz von Professor Dr. Martin Roth, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlung in Dresden, hat diese Wahl getroffen." Der Firmenchef wies darauf hin, dass es jetzt auch einen Reiseführer durch das "Land der Ideen" gibt, in dem die 365 Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Universitäten, kulturelle, religiöse und soziale Projekte erfasst sind, die über Deutschland hinaus wirken. Mit dieser Auszeichnung ist die Aufgabe verbunden, sich zumindest an einem Tag in diesem Jahröffentlich darzustellen. Dieser Termin ist festgelegt. Die Firma Bornemann wird am 18. September wieder einen "Tag der offenen Tür" ausrichten. "Was wir da bieten, wird den Umfang jener Veranstaltung annehmen, die wir zu unserem 150-jährigen Bestehen erlebt haben", kündigte Dr. Ingo Bretthauer an. Sogar der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff habe sich diesen Termin vorgemerkt. Er will aus diesem Anlass nach Gelldorf kommen und dort zu den Mitarbeitern sprechen. Der Marktgebietsleiter der Deutschen Bank in Hannover, Oliver Müller-Kernchen, überreichte bei der Betriebsversammlung dem Firmenchef diese Auszeichnung. Seine Bank ist der Exklusivpartner für die ungewöhnliche Veranstaltungsreihe. Außerdem gab es eine große Urkunde des Bundespräsidenten. Die Johann Heinrich Bornemann GmbH hat zweifellos in der Vergangenheit bereits manche technischüberzeugende Idee auf dem Gebiet moderner Fördertechnik entwickelt, die es verdient gehabt hätte, ausgezeichnet zu werden. Diesmal gilt das große Maß an öffentlicher Anerkennung jedoch ausschließlich und gezielt dem Vorhaben, durch Tiefseepumpen künftig Bohrinseln überflüssig zu machen. Dafür wurde in Gelldorf eine Multiphasen-Schraubenspindelpumpe konzipiert, die noch in einer Tiefe von mehr als 1500 Meter ferngesteuert Öl- und Gasvorräte anzapft und unterirdisch zu einer Aufbereitungsstation leitet. Der erste Typ dieser Anlage, die gewaltigem Wasserdruck standhalten muss, ist jetzt soweit fertig gestellt, dass im kommenden Frühjahr die Anlieferung im Golf von Mexiko erfolgen kann.

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