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Grundschüler lernen, was am Silvesterabend zu beachten ist

Böllern nur mit Erwachsenen

Nienstädt (han). Welche Gefahren von Silvesterknallern, Wunderkerzen und heißem Fett ausgehen, haben Schüler der Nienstädter Grundschule sehr anschaulich erfahren. Mitglieder der Liekwegener Feuerwehr erklärten den Viertklässlern während eines Brandschutzunterrichts, was beim Umgang mit Feuerwerkskörpern beachtet werden muss.

"Die Feuerwehr ist cool!" Schüler der Grundschule Nienstädt best

"Wer von euch hat bereits einen Knaller angezündet?" wollte Björn Held, stellvertretender Ortsbrandmeister der Liekwegener Feuerwehr, wissen. Nicht wenige Hände reckten sich in die Höhe. "Und wem ist schon mal ein Malheur passiert?" fragte der Feuerwehrmann. "Ich habe mal eine Rakete in einer Flasche angezündet", erzählte ein Schüler, "die Flasche ist umgekippt und die Rakete ist auf dem Boden herumgesaust." Vorsichtig zündete Helds Kollege Jörg Grontzki einen Streifen Gardinenstoff an. "Fällt euch etwas auf?" Eine Schülerin wusste, worauf der Brandschützer hinaus wollte: "Es fallen kleine brennende Stücke herab!" "Genau", antwortete Grontzki, "und diese können den Teppichboden in Brand stecken." Die Feuerwehrprofis stellten "vier goldene Regeln" auf, die in der Silvesternacht unbedingt zu beachten sind. "Ihr dürft niemals einen brennenden Knaller in der Hand halten", warnte Held. Stattdessen müsse man den Böller auf den Boden legen, anzünden und dann in Deckung gehen. Andernfalls könne es zu schweren Verletzungen kommen. "Regel Nummer zwei: Ihr dürft nur in Begleitung von Erwachsenen mit Knallkörpern hantieren." Außerdem solle man sich niemals in der Wohnung, sondern stets im Freien aufhalten. Laut der vierten Regel ist auch der Balkon tabu, schließlich können brennende Stücke auf die Straße herunterfallen und Passanten verletzten. "Ein Silberwirbel ist unkontrollierbar", warnte Held, "wenn er auf dem Balkonboden herumsaust, kann er zurück in die Wohnung gelangen." Zum Beweis steckte er einen Silberwirbel in ein Einmachglas, zündete es an und verschloss das Glas. Ein Raunen ging durch die Reihen der Viertklässler. In der Pause stürmten die Schüler auf den Schulhof um die beiden Feuerwehrwagen und das mächtige Löschgerät zu bestaunen. Als "Höhepunkt" demonstrierten die Löschprofis eine Fettexplosion. In einem präparierten Topf erhitzten sie das Fett solange, bis es zu brennen anfing. Mithilfe einer mechanischen Vorrichtung schütteten sie eine kleine Menge Wasser in den Behälter. Heraus geschossen kam ein riesiger Feuerball. Die Schüler bestaunten das Spektakel in ausreichendem Sicherheitsabstand. "Wenn das Wasser in den Topf stürzt, wird es explosionsartig zu Wasserdampf, der das brennende Fett in der Luftverteilt", erklärte Feuerwehrmann Karl-Heinz Krämer. Sinn derÜbung sei es, auf mögliche Gefahren in der Küche hinzuweisen. "Schließlich bereiten viele Leute in der Silvesterzeit Fleisch und Krapfen in heißem Fett zu".

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