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Vehling zweifelt an Tennisstandort

BMX-Bahn-Plan: Standort bleibt noch unsicher

Hespe/Helpsen/Seggebruch (gus). Der Standort der auf dem Bergkrug geplanten BMX-Bahn scheint nach wie vor unsicher zu sein. Zumindest zweifelt Hespes Bürgermeister Werner Vehling (SPD) daran, dass es für die Realisierung an der Stelle der ehemaligen Tennisplätze des TSV Hespe eine Baugenehmigung gibt.

Helpsens Bürgermeister Adolf Neitsch und Seggebruchs Bürgermeister Herbert Stahlhut (beide SPD) bleiben dabei: Der Standort an den einstigen Tennisplätzen steht. Bei der jüngsten Ratssitzung in Kirchhorsten äußerte Martina Lohmann, Sprecherin der CDU-Fraktion, zwar Irritation darüber, dass der HelpserGemeinderat nicht in Gänze an den Planungen beteiligt gewesen ist. Grundsätzlich sei sie jedoch wie auch Neitsch und die SPD-Fraktion für die BMX-Bahn. Neitsch räumte ein, dass die Pläne von der Gemeinde Seggebruch weitgehend in Eigenregie vorangetrieben worden sind. Bis dato war auch in erster Linie eine Koproduktion von Seggebruch und Helpsen im Gespräch. Die Gemeinde Hespe blieb bei den Planungen vollends außen vor. Das zeigt sich auch an der bisher avisierten Kostendeckung. Bis zu 25 000 Euro will Helpsen laut Ratsbeschluss für das Vorhaben ausgeben. Der Seggebrucher Rat hatte vor Monatsfrist denselben Betrag mit derselben Formulierung - "bis zu 25 000 Euro" - an Eigenanteil beschlossen. Von rund 50 000 Euro Gesamtkosten wird derzeit ausgegangen. In dieser Woche zog der Hesper Rat nach: 17 000 Euro und damit ein Drittel der Gesamtsumme wäre die Gemeinde bereit beizusteuern. Damit scheinen die Hesper ihre bisherige Zurückhaltung aufzugeben, die Kosten könnten durch drei geteilt werden. Das begrüßen Neitsch und Lohmann. Schließlich würden ja auch Hesper Kinder und Jugendliche das BMX-Terrain benutzen. An den Hesper Beschluss sind jedoch Bedingungen geknüpft. Einerseits will die Gemeinde künftig in die Planungen einbezogen werden. Kein Problem, sagt Neitsch, die Hesper würden selbstverständlich zum nächsten Planungsgespräch eingeladen, wenn sie sich finanziell am Bau beteiligen. Die zweite Bedingung für einen Hesper Zuschuss ist, dass es eine Baugenehmigung gibt. Was wie eine Formalie erscheint, ist der Kernpunkt in Vehlings Kritik. Der Hesper SPD-Politiker geht fest davon aus, dass an den alten Tennisplätzen keine Genehmigung für die BMX-Anlage erteilt wird. Er rechne mit heftigen Bürgerprotesten. Schließlich seien wegen Beschwerden über zu viel Lärm einst die Tennisplätze um etwa 50 Meter von den nächsten Häusern verlegt worden. Auch die Helpser Politiker formulierten in ihrem Beschlussden Wunsch, dass die Bahn so weit wie möglich an die neuen Tennisplätze und damit so weit wie möglich von den Häusern entfernt platziert wird. Vehling bleibt skeptisch, will die nächsten Planungsschritte abwarten. Lohmann nimmt die Vehlingschen Bedenken zum Anlass, das Jugendparlament ins Spiel zu bringen. Dieses konstituiere sich zwar erst im Januar. Aber, so Lohmann, warum frage man dessen Mitglieder nicht nach ihrer Meinung? So könnte eine Lösung entstehen, die den Ratspolitikern noch nicht eingefallen ist.

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