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Blutbuche für Schäden verantwortlich

BAKEDE. Die Tage der großen Blutbuche auf dem Friedhof in Bakede sind gezählt. Dabei will eigentlich niemand den markanten Baum fällen – nur mangelt es an realistischen Alternativen, sowohl die Friedhofskapelle als auch die Buche zu erhalten.

Ein Baum, der für Bakeder fest zum Friedhof gehört: die große Blutbuche. Doch ihre Nähe zur Friedhofskapelle führt nun zur Fällung – um weitere Schäden am Gebäude zu verhindern. Fotos: Rathmann
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Das Problem, das sich in und an der Friedhofskapelle aufzeigt: tiefe Risse. Sowohl im Bodenbereich als auch in den Außenwänden treten sie auf, und das derart massiv, dass die Stadt trotz entsprechender Vermutungen ein renommiertes Gutachterbüro hinzuzog: Die Fachleute von Dr.-Ing. Meihorst und Partner, die bereits das Solebewegungsbad auf seine Standfestigkeit hin überprüften. Das Ergebnis der Prüfung lässt an Deutlichkeit kaum zu wünschen übrig: „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der Baum für die Schäden verantwortlich“, sagt Fachdienstleiter Carsten Reiss. Insbesondere an der Stirnseite der Kapelle und im Bodenbereich sind die Risse aufgetreten. Der sehr trockene vergangene Sommer habe die Schäden vermutlich noch beschleunigt, denn: Für die Fachleute ist insbesondere der Wasserbedarf des Baumes für die Bodenveränderungen verantwortlich, die zu den Rissen führen.

Die Stadt hat bereits Versuche unternommen, die Risse zu schließen – allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Letztlich bleibe nur die Beseitigung des Baumes, um weitere und noch massivere Schäden zu verhindern.

Reiss kündigt an, dass es an anderer Stelle auf dem Friedhof eine Ersatzpflanzung geben werde – allerdings warnt er vor der Erwartung, ein ähnlich großer und markanter Baum wie die zu fällende Buche könne gepflanzt werden – das werde nicht möglich sein.

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