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700 Fans feiern John Mayall im Capitol

Bluesrock als Passion

Zusammen mit Alexis Korner gilt John Mayall als Schlüsselfigur der britischen Bluesrockszene. Bereits 1963 gründete er die Bluesbreakers, aus denen Musiker wie Eric Clapton, Peter Green, Mick Tayler, Keef Hartley und Jack Bruce hervorgingen. Während Korner bereits 1984 verstarb, tourt der inzwischen 81-jährige Mayall noch weltweit durch die Clubs und Konzerthallen. Als eines der letzten noch lebenden Originale des Genres, begeisterte der Brite auch in Hannover sein Publikum, das ihn zu Beginn seines Konzerts mit minutenlangem Applaus begrüßte.

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„Es ist schön, wieder in Hannover zu sein, ich habe schon mehrmals im Capitol gespielt, liebe diesen Club“, freut sich die Blueslegende und stellt im gleichen Atemzug seine Band vor, die mit Rocky Athas (Gitarre), Greg Rzab (Bass) und Jay Davenport (Schlagzeug) glänzend besetzt ist. Mit mehr als 60 veröffentlichten Alben kann Mayall aus dem Vollen schöpfen – eine offizielle Setlist gibt es nicht, der Bluesveteran stellt mehr oder weniger sein Programm spontan zusammen. So präsentiert Mayall mit „Nothing To Do With Love“ (2009), „I Feel So Bad“ (2015) und „Heartache“ (1965) gleich zu Beginn drei Songs, die fast immer auf seiner Setlist stehen. Mal versteckt sich der Multiinstrumentalist hinter seinem Keyboard, mal streichelt er liebevoll seine Gibson – wenn der gebürtige Macclesfielder jedoch seine Bluesharp zum Weinen bringt, ist ihm ein Zwischenapplaus des Publikums fast immer sicher.

Seine Werke waren bis dato nur wenig in den Hitparaden vertreten, aber bedeutend für die Weiterentwicklung des Blues. Als Auszeichnung für seine musikalische Schaffenskraft erhielt Mayall 2005 die Ernennung zum „Officer Of The Order Of The British Empire“. Er ist und war immer die bescheidene Blues-Größe, dem die Nähe seiner Fans wichtig war. So signierte er auch vor und nach dem Konzert am Merchandising-Stand viele seiner Alben und stand sogar für das eine oder andere Selfie zur Verfügung. Es gibt sie also noch, die besonderen, einzigartigen Musiker.

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