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Bleibt die Hochzeitshaus-Terrasse am Ende ohne Dach?


Hameln (HW). Es ist nicht das Gelbe vom Ei – und dennoch wird nach dem Willen der Politik die jetzt vorliegende Planung vorangetrieben, denn andernfalls droht die Finanzierung aus dem Konjunkturpaket II zu scheitern. „Und dann haben wir die Kosten an der Backe“, wie Herbert Rode (SPD) betonte. Die Rede ist von der Dachkonstruktion der neuen Hochzeitshausterrasse, die – wie auch die Bühne zwischen Hochzeitshaus und Marktkirche – aus dem Sonderprogramm der Bundesregierung finanziert werden soll. Doch um in den Genuss dieser finanziellen Förderung zu kommen, muss noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden.
 „Wir sind kalt erwischt worden, uns rennt die Zeit davon“, warnte gestern Fachbereichsleiter Wolfgang Kaiser vor dem Ausschuss für erneuerbare Energien, Bau und Umwelt bei der Präsentation erster Entwurfsskizzen für die Dachkonstruktion. Die Schwierigkeit: Eine diesbezügliche Ausschreibung blieb ohne Erfolg, musste sogar zwischenzeitlich aufgehoben werden. Nun gelte es einen Entwurf der Firma Spannbau, die seit zehn Jahren für die Stadt Hameln das Soltec-Zelt errichtet, zu forcieren, wenn denn die Hochzeitshausterrasse überdacht werden und die avisierte Förderung fließen solle.
 Dabei handele es sich um eine Stahlkonstruktion mit Segeltuch. „Gestalterisch ist das eine durchaus machbare Lösung, die auch in den vorgegebenen Kostenrahmen passen würde“, unterstrich Erster Stadtrat Eckhard Koss, erntete aber heftige Kritik aus Reihen der Politik.  Daraufhin versprach der Baudezernent, noch einmal auf die Firma zugehen zu wollen und alle Kritik-Punkte vorzutragen. „Schließlich ist die Dachkonstruktion entscheidend für die nächsten Jahrzehnte und darüber hinaus,“ zeigte Koss Verständnis. Erst danach stimmte der Ausschuss zu, den von der Verwaltung eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.

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