weather-image
25°
Kreisausschuss vergibt Auftrag an Raiffeisen-Landbund / Landkreis: Einsparpotenzial bei 18,75 Prozent

Biogasanlage soll Schwimmern bald einheizen

Bad Nenndorf/Stadthagen (fox). Der Kreisausschuss hat dem Abschluss des Wärmelieferungsvertrags zur Beheizung des Nenndorfer Hallenbades mit dem Raiffeisen-Landbund mit Sitz in Niedernwöhren zugestimmt. Wie der Pressesprecher des Landkreises, Klaus Heimann, mitteilt, wird Raiffeisen das Hallenbad voraussichtlich ab September mit Energie aus deren Biogasanlage beliefern.

Das Einsparpotenzial liege bei 18,75 Prozent, so Heimann -das sind umgerechnet rund 17 000 Euro. Damit sinken auch die Unterhaltungskosten für die Samtgemeinde Nenndorf, die sich per Umlage zur Hälfte an dem defizitären Bad beteiligen muss. Die Lenkungsgruppe der Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland (REK), die den Landkreis Schaumburg ebenfalls abdeckt, hatte bei ihrer elften Sitzung Ende 2005 beschlossen, das Weserbergland auf Basis der vorhandenen Kompetenzen und Potenziale als Modellregion für erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe zu etablieren, teilte Heimann mit. Entsprechend der vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen solle Biomasse als Energieträger den Schwerpunkt bilden. Vor diesem Hintergrund hatte der Landkreis Schaumburg die Wärmeversorgung des Hallenbades in BadNenndorf mittels einer Biomasseanlage ausgeschrieben. Wie der Landkreis angibt, sind Angebotsunterlagen von zwei Firmen angefordert worden. Eine Firma habe ihr Angebot eingereicht - der Raiffeisen-Landbund. Jetzt beschloss der Kreisausschuss, Raiffeisen zu beauftragen. Raiffeisen beabsichtigt, nördlich der Kläranlage in Bad Nenndorf eine Biogasanlage mit einer elektrischen Leistung von 716 Kilowatt (KW) und einer thermischen Leistung von 657 KW in Betrieb zu nehmen. Die Anlieferung der Rohstoffe war zur Erntezeit bereits erfolgt. Wie der Landkreis-Pressesprecher weiter mitteilte, soll die zur Verfügung stehende Prozesswärme von maximal 600 KW zur Aufheizung des Wasserkreislaufes des Hallenbades in Bad Nenndorf genutzt werden. Das technische Konzept der Biogasanlage soll auf dem so genannten Nassfermentationsverfahren beruhen - unter Verwendung von ausschließlich nachwachsenden Rohstoffen. "Die erforderliche Wärme für den Betrieb des Hallenbades in Bad Nenndorf wird über diese Biogasanlage mit angeschlossenem Blockheizkraftwerk voraussichtlich ab 1. September geliefert", so Heimann.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare