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Bewaffnete Clique greift Türsteher von Diskotheken an

Disko

Hameln (ube). Sind in Hameln derzeit Revierkämpfe im Türsteher-Milieu im Gange? Oder geht es nur um verletzte Eitelkeiten? Die Polizei kennt die Motive für zwei gewalttätige Vorfälle, die sich jüngst vor der Diskothek „Blondie“ im Bahnhofsgebäude (unser Foto) und vor der „Sumpfblume“ am Stockhof ereignet haben, nicht.

Sie bestätigte am Montagabend auf Nachfrage der Dewezet, dass eine Gruppe „von mindestens zehn heranwachsenden männlichen Personen mit einem arabischen Migrationshintergrund massiv und teilweise bewaffnet mit Schlagwerkzeugen auf das Sicherheitspersonal“ der beiden beliebten Tanzlokale losgegangen ist. Mit dabei soll ein 26 Jahre alter polizeibekannter Mann gewesen sein, der bereits am 7. Februar 2008 bei der Schießerei vor der Diskothek „Nachtschicht“ am Multimarkt eine Rolle gespielt hat. Er wurde im Mai 2009 vom Schwurgericht in Hannover „wegen (illegalen) Führens einer halb automatischen Kurzwaffe“ zu einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Die 13. Große Strafkammer hatte es als erwiesen angesehen, dass er – gemeinsam mit seinen Kumpels und bewaffnet mit zwei Schlagstöcken und einer Gaspistole – auf die Türsteher der Disko „Nachtschicht“ zugegangen ist und als Erster einen Schuss in die Luft abgefeuert hat. Einer der Sicherheitsleute (37) soll daraufhin – ebenfalls mit einer Gaspistole – geschossen haben. Und zwar in Richtung Boden. Während sich die attackierten Türsteher zurückzogen, soll der damals 23-Jährige gerufen haben: „Los, hol die scharfe Waffe!“ Kurz danach wurden von einem anderen Mann drei Schüsse abgegeben. Eine Kugel verfehlte die Köpfe zweier Sicherheitsleute (27, 37) nur um wenige Zentimeter. Der damals 26 Jahre alte Schütze wurde erstinstanzlich zu drei Jahren Haft verurteilt. Die Hintergründe der Schießerei blieben damals mehr oder weniger im Dunkeln. Die Sonderkommission war jedoch davon überzeugt, dass es „um die Übernahme der Tür“ ging. Nun haben sich wieder Angriffe auf Türsteher ereignet – und zwar gleich zwei hintereinander. Sie ereigneten sich in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar und am Abend des nächsten Tages. Die Polizeiinspektion spricht von „körperlichen Auseinandersetzungen“. Die Beamten sind seitdem äußerst wachsam, sie wollen den Anfängen wehren. Als Streifenpolizisten am frühen Sonntagmorgen um 0.40 Uhr auf der Deisterstraße/Ecke 164er Ring 13 Personen sahen, die laut Kommissar Dirk Barnert bei den jüngsten Attacken auf Türsteher dabei gewesen sein sollen, kam es zu einer Massen-Ingewahrsamnahme.

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