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Bückeburger Niederung: Wolfhard Müller vom Förderverein rückt Äußerung der Verwaltung gerade

"Bevor was passiert, reden wir mit den Bauern"

Bückeburg (thm). "Ob um die Niederung herum ein Graben gelegt wird, ist doch noch gar nicht raus", sagt Wolfhard Müller. Mit diesem Statement bezieht der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Bückeburger Niederung Stellung zu einer Äußerung Karlheinz Soppes, der die Politiker über den Stand in Sachen Grabenkataster informiert hatte. Der Baubereichsleiter innerhalb der Stadtverwaltung hatte im Bauausschuss ein entsprechendes Projekt des Fördervereins angekündigt. Dazu Müller: "Egal was passiert, wir werden vorher darüber mit den betroffenen Landwirten reden."

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Der Umweltschützer erinnert die Verwaltung zunächst einmal daran, sie solle bis zum Herbst das ökologische Gutachten zur Situation in der Niederung vorlegen. Müller: "Das ist Beschlusslage im Ausschuss." Sein Verein werde bis zum April, kündigte er weiter an, ein Konzept zur künftigen Räumung der Gräben- vor allem geht es um den Fischergraben und den Langen Graben - in der Niederung vorlegen. Im Verein würden derzeit drei Varianten diskutiert, von denen das Anlegen eines neuen Grabens um die Niederung herum nur eine sei. "Darauf hat Herr Soppe sich vermutlich bezogen", mutmaßt Müller. Zum Hintergrund: Ein gründliches Räumen des Langen Grabens lässt das Feuchtgebiet der Bückeburger Niederung - und dort insbesondere den unter Naturschutz stehenden Kernbereich - regelrecht leer laufen. Gerade im Frühjahr aber würde das Wasser in den Wiesen dringend benötigt als Lebensgrundlage für seltene Pflanzen- und Tierarten. Der Förderverein habe einen Wasserwirtschaftler um das Überprüfen aller drei Varianten gebeten. Dessen Gutachten wolle man zunächst abwarten. Anschließend werde im Verein über diese Expertise beraten, und erst danach werde sich der Verein festlegen. "Wenn das geschehen ist", verspricht Wolfhard Müller, "dann werden wir mit den betroffenen Landwirten reden". Es gehe vor allem um Landwirte aus Scheie und aus der Kornmasch. Wie Müller weiter ankündigt, werde der Ausschuss erst nach diesen Gesprächen über die in der Niederung zu treffenden Maßnahmen entscheiden. Sollte es bei dem Vorhaben zu Erdaushub in größeren Mengen kommen, so gebe es derzeit noch Deponieflächen, auf denen diese kostengünstig gelagert werden können. "Diese Flächen stehen allerdings nur bis Oktober dieses Jahres zur Verfügung", macht Müller der Stadt einen Sparvorschlag und mahnt gleichzeitig zur Eile. Später müssten dieausgebaggerten Böden anderswo gelagert werden. "Und das müsste die Stadt dann teuer bezahlen." Information: www.bueckeburger-niederung.de

Bückeburger Niederung: Bildhübsch und für viele Lebensarten über
  • Bückeburger Niederung: Bildhübsch und für viele Lebensarten überlebenswichtig. Fotos: Föderverein Bbg. Niederung
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