weather-image
23°
Lindhorster Pilzesammler findet „zwei richtige Granaten“ im Dülholz

Beste Fundstellen bleiben ein Geheimnis

Lindhorst (hga). In den Schaumburger Wäldern verbirgt die Natur manchen Schatz. Zwei davon hat Kurt Geisler in Gestalt von übergroßen Steinpilzen im Dülholz gefunden. „Zwei richtige Granaten“, sagte Geisler voller Stolz auf den späten Fund.

270_008_5001389_Li3_KurtsPilze_2411.jpg

Geschmacklich sind Steinpilze und Maronen das Beste, was in den Schaumburger Wäldern zu finden ist, erläutert der 60-jährige Lindhorster. Er muss es wissen, seit seiner Kindheit gehört das Pilzesammeln zu seinem Leben dazu. Erst ging es mit dem Großvater in die Wiesen, Champignons waren das Ziel. Sein Vater führte ihn dann in das Sammeln von Waldpilzen ein.

Der heimische Steinpilz wird in Buchen- und Eichenwäldern gefunden. Dabei stellt sich die Suche nicht immer einfach dar, häufig verstecken sich die Pilze unter dem Laub. „Da braucht man schon das Auge dafür“, meint Geisler. Der Steinpilz kann mit dem Satanspilz verwechselt werden, der die gleiche Größe und Form aufweist. Das sei schon vorgekommen, so Geisler. Allerdings laufe der Satanspilz ziemlich schnell blau an, sobald er „geerntet“ sei.

Die Beliebtheit als Speisepilz, auch aufgrund des härteren Fleisches, führt zu Geheimniskrämerei. Schließlich sind zahlreiche Pilzsammler in den Wäldern unterwegs. Wo es die lukrativsten Stellen gebe, sei ein streng gehütetes Geheimnis, so Geisler. Er selbst hat die Lage einiger Fundstellen von seinem Onkel Paul Breuer erfahren. „Er sollte sie nicht mit ins Grab nehmen“, berichtet Geisler schmunzelnd.

Das führt dazu, dass sich der Lindhorster bei der Annäherung an ergiebige Plätze schon umsieht, ob da noch jemand herumläuft. Die Leidenschaft für Pilze liegt in der Familie. In ihrer Glanzzeit seien sie mit mehreren Sammlern bis nach Soltau gefahren, immer auf der Spur der Steinpilze. Heutzutage tritt Geisler da eher kürzer. Sein bevorzugtes Gebiet liegt mit dem Dülholz gleich nebenan, von Lindhorst aus gut mit dem Fahrrad erreichbar.

Aktuell kommt ihm das Wetter durchaus zupass. Solange es nicht zu viel Nachtfrost gibt, wachsen die Pilze noch, ist Geisler überzeugt. Um den Nachwuchs braucht er sich keine Sorgen machen: Seine Enkel – drei, sieben und neun Jahre alt – waren schon mit auf Suche. „Wir haben viel gefunden“, freut sich der Großvater.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare