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Bau des Seetor-Seniorenheims beginnt / 67 Einzel- und sieben Doppelzimmer / Bezug im Frühjahr 2010

"Besseren Platz kann man sich nicht wünschen"

Rinteln (wm). Das Bauschild steht, die Bagger sind angerückt, die Baugrube ist zum Teil bereits ausgehoben - das neue Senioren- und Pflegeheim "Am Seetor" wird Realität. Anlass für Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz und Baudezernent Reinhold Koch, gestern Vormittag mit Bauherrn und Betreibern bei einem Glühwein auf den Beginn des rund sieben Millionen Euro teuren Projekts anzustoßen.

Demonstranten wurden bei diesem offiziellen Startsignal gestern nicht gesichtet - Mitglieder des Arbeitskreises Denkmalschutz im Heimatbund und Nachbarn hatten noch im Oktober gegen die Dimensionen des Seniorenheims Protest erhoben und eine Unterschutzstellung der Nachbargebäude gefordert. Doch sowohl das Landesamt für Denkmalpflege als auch das Landessozialministerium gaben den Investoren grünes Licht - die inzwischen abgerissenen Gebäude seien nicht denkmalswürdig. Diplom-Ingenieur Walter Greve von der Kontur Bau Vision GmbH geht davon aus, dass das Seniorenheim im Frühjahr 2010 bezogen werden kann. Kenneth Woods und David Seidler, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Sozialeinrichtungen GmbH& Co KG, kündigten an, wenn der Rohbau stehe, wolle man alle interessierten Bürger zu einer Besichtigung einladen, damit sich jeder ein eigenes Bild von den wahren Dimensionen des Hauses machen könne. Die Konzeption des Hauses und damit die Architektur seien letztlich auch so gewählt, dass sich die Bewohner wohlfühlen können. Hier habe man Konzepte aus den langjährigen Erfahrungen aus anderen Einrichtungen eingebracht. Seidler versicherte, individuelle Interessen der künftigen Bewohner ließen sich gut in den geplanten Wohngruppen berücksichtigen. Etagenweise würden im neuen Haus "familiäre Einheiten" entstehen, die ein hohes Maß an Lebensqualität gewährleisteten. Seidler leitet einen ambulanten Pflegedienst und zwei stationäre Einrichtungen in Hannover. Woods betonte, die Lage des Hauses ermögliche vielen Bewohnern noch eine Teilnahme am öffentlichen Leben: "Einen besserer Platz als hier kann man sich in Rinteln nicht wünschen." Das Haus soll 81 Seniorinnen und Senioren in 67 Einzel- und sieben Doppelzimmern aufnehmen. Der gegenüber anderen Einrichtungen hohe Einzelzimmeranteil resultiere aus der Erkenntnis, so Woods, dass der Wunsch nach eigenen vier Wänden auch in einer Pflegeeinrichtung immer mehr an Bedeutung gewonnen habe.

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