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Rintelner Chefarzt informiert in Sat.1über Schlafprobleme im Sommer

Besser keine ausgiebige Siesta und am Abend keinen "Schlummertrunk"

Rinteln (wm). Morgens das Schlafzimmer lüften und tagsüber die Jalousien herunterlassen, damit der Raum kühl bleibt: Das war nur einer von vielen Tipps, die der Rintelner Chefarzt Dr. Horst-Helmut Krause in der Fernsehsendung "Hannover live" auf Sat.1 den Zuschauern gegeben hat. Und wenn das Schlafzimmer unterm Dach liegt? Dann, so Dr. Krause, sollte man Geld für eine vernünftige Isolierung ausgeben, es rechne sich.

Dr. Horst-Helmut Krause im Schlaflabor des Kreiskrankenhauses. H

Die TV-Reporter hatten den Rintelner Spezialisten für Schlafstörungen befragt, wie man erholsamen Schlaf findet, auch wenn nachts das Thermometer kaum unter die 20-Grad-Marke fällt. Dr. Krause, der im Kreiskrankenhaus ein mit modernster Diagnostik ausgestattetes Schlaflabor leitet, räumte vor allem mit dem Vorurteil auf, ein "Schlummertrunk" sei das geeignete Rezept für einen erholsamen Sommerschlaf. Alkohol, warnte Dr. Krause, sei zwar "einschlaffördernd", gleichzeitig verkürze er aber den Schlaf wie die Schlaftiefe, morgens wache man dann "wie gerädert" auf. Zum mediterranen Lebensstil gehöre es zwar, sich nach Sonnenuntergang noch an Pasta und Prosecco zu laben, der Biorhythmus der Norddeutschen sei darauf allerdings weniger angepasst. Dr. Krauses Empfehlung: Ein leichtes Abendessen, und das nicht nach 19 Uhr. Auch wenn die Hitze zu einer ausgiebigen Siesta einlädt, rät Dr. Krause von einem zu langen Mittagsschlaf ab. Ein "Nickerchen", so zehn Minuten, seien in Ordnung, aber nicht länger, sonst habe man am Abend Einschlafprobleme. Und unbekleidet zu schlafen sei vielleicht sexy, aber unter Gesichtspunkten der Gesundheit nicht zu empfehlen, besser sei ein leichter Schlafanzug: "Sonst stimmt das Mikroklima nicht."

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