weather-image
15°
Klein Sünteler Verkehrs- und Verschönerungsverein setzt Kohleabbau im Deister-Sünteltal ein Denkmal

Bergbau-Bürgermeister: Olejniczak enthüllt Lore

Klein Süntel (bdi). Viele Besucher haben zwei Mal hingucken müssen: Der Mann in der schwarzen Bergarbeitermontur war tatsächlich Klein Süntels Ortsbürgermeister Detlef Olejniczak. In seiner Funktion als Vizechef des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) enthüllte er jetzt eine restaurierte Lore, die an den Bergbau im Deister-Sünteltal zwischen 1636 und 1886 erinnern soll.

Sparkassen-Marktbereichsleiter Jens Hahne (v.l.), Ortsbürgermeis

Unterstützt wurde die Wiederherrichtungs-Arbeit des VVV unter anderem durch zwei 500-Euro-Spenden vom Landschaftsverband Hameln-Pyrmont und der Sparkasse Weserbergland. VVV-Vorsitzender Friedhelm Hansemann konnte gar nicht genug betonen, wie wertvoll die Mitarbeit aller ehrenamtlichen Helfer war, um dieses Projekt zu verwirklichen, das nun neben der bereits 2005 erstellten Panoramatafel die Hauptstraße schmückt. Landrat und Vorsitzender des Landschaftsverbandes Rüdiger Butte genoss den Ausblick vom Standort der Lore auf das „Filetstück des Weserberglands“.

Die Minenarbeiterkluft, die Olejniczak während der Feier trug, war eine einmalige Leihgabe des Bergmannsvereins Osterwald. Die Lore kam als „Rostlaube“ – wie sich Hansemann ausdrückte – aus dem Harz. Bis zur Enthüllung wurde sie fleißig repariert, geflickt, neu lackiert und poliert – dann konnte sie ihren neuen Standort in Klein-Süntel einnehmen.

Jetzt sieht es so aus, als würde der Waggon gleich weiterrollen, um die Steinkohle wie vor rund 300 Jahren aus dem Bergwerk zu befördern. Eine zusätzliche Tafel vor der Lore mit Auszügen aus der Flegesser Chronik erzählt die Geschichte des Bergbaus in der Umgebung.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare