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Experiment mit früher Abschaltung beenden

Beiräte fordern: Licht auch in den Ortsteilen

Rinteln (rd). Der Seniorenbeirat und der Behindertenbeirat der Stadt Rinteln haben sich bei der jüngsten Sitzung mit der nächtlichen Abschaltung der Straßenbeleuchtung befasst. Die Vorsitzenden Christoph Dreyer (Seniorenrat) und Manfred Pollmann (Behindertenrat) plädieren übereinstimmend dafür, das Experiment zu beenden.

Die Beiräte hätten zwar Verständnis für die Notwendigkeit, Energie einzusparen und Kosten zu reduzieren, die probeweise Einführung habe aber jetzt schon gezeigt, dass "die Nachteile die Vorteile bei weitem überwiegen". Gerade in dieser dunklen Jahreszeit sei deutlich geworden, dass Licht für das Wohlbefinden der meisten Bürger wichtig sei. Dreyer: "Licht vermittelt Sicherheit und oft Schutz vor unwillkommenen Besuchern, deshalb lassen viele Menschen ihre Wohnungsbeleuchtung an, auch wenn sie nicht daheim sind. Licht auf Straßen und Wegen erleichtert den Heimweg und schützt vor Stürzen über unerwartete Hindernisse. Licht durch Straßenleuchten erlaubt auch bei ungewöhnlichen Geräuschen den Blick aus dem Fenster, um sich zu vergewissern, ob draußen wirklich nur harmlose Passanten unterwegs sind." Dreyer und Pollmann betonten, vor allem jeder, der schwach und unsicher sei, fühle sich bei gutem Licht wohler und sicherer. Wenn es nur um die Stromkostenersparnis gehe, so seien Alternativen sicherlich unter anderem durch Energiesparlampen denkbar. Manche Mitbürgerinnen und Mitbürger würden eventuell auch die Patenschaft für eine Leuchte übernehmen. Und um der Gerechtigkeit willen und wegen des positiven Einflusses des Lichts gehen die Beiräte noch einen Schritt weiter: Sie fordern, künftig auch in den Ortsteilen für eine ausreichende nächtliche Beleuchtung zu sorgen.

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