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TuS Kleinenbremen-Laufgruppe beim Rennsteiglauf 2006

Beinhartes Erlebnis hoch oben im Thüringer Wald

Kleinenbremen. Morgens Sonne, später Regen, Hagel und Orkanböen, das Ganze bei 8 Grad - und im Ziel waren die Aktiven mit einer gelben Schicht Blütenpollen gepudert. Wer bei diesen Unbilden das Ziel in Schmiedefeld erreichte, konnte stolz auf seine Leistung sein. Zu den über 12 000 Teilnehmern, die beim Rennsteig-Lauf auf unterschiedliche Strecken im Thüringer Wald an den Start gingen, gehörten auch sechs Mitglieder der Laufgruppe des TuS Kleinenbremen.

Cornelia und Lothar Schulz starteten in Oberhof, um am Halbmarathon teilzunehmen. Sie liefen die doch wieder mit 5814 Finishern ziemlichüberfüllte Strecke gemeinsam und erreichten nach 2:27:34 Stunden das Ziel. Cornelia belegte damit Platz 1130 von 1591 Frauen und wurde 101. in der Altersklasse W50. Lothar kam als 3786. von 4223 Männern ins Ziel und wurde 395. in der Altersklasse M50. Martina Burzlaff und Barbara Stock hatten für den 43,5 Kilometer langen "Marathon" gemeldet. Am Start in Neuhaus herrschte beste Stimmung, wird doch traditionell der Schneewalzer angestimmt. Die dann zu laufende reizvolle Strecke war mit 1403 Höhenmetern (667 Meter Anstieg, 736 Meter Abstieg) gespickt, auch der einsetzende Regen setzte den Läufern zu. Das intensive Wintertraining der Kleinenbremer entfaltete seine Wirkung. Beide waren mit ihren Zeiten und Platzierungen sehr zufrieden: Martina Burzlaff 4:32:55 Std. (Gesamtplatz 142 von 509 Frauen, Platz 45 in W40), Barbara Stock 4:36:25Std. (Gesamtplatz 158, Platz 10 in W50). Klaus-Detlef Stock, der im letzten Jahr am Europacup der Ultraläufer teilgenommen hatte, sowie Ralf Burzlaff wagten sich an den ganz langen, über 72,7 Kilometer führenden, Rennsteigsupermarathon. Am Start in Eisenach herrschte doch etwas ruhigere Atmosphäre. Start war morgens um Sechs - also nichts für Morgenmuffel. Nach Passieren der Fußgängerzone in der Lutherstadt ging es gleich mächtig bergauf. Auf den ersten 25 Kilometern bis zum Inselsberg waren über 700 Höhenmeter zu bewältigen. Also galt es, die Kräfte gut einzuteilen, da insgesamt 2479 Höhenmeter (1490 Meter Anstieg, 989 Meter Abstieg) über die Strecke verteilt waren. Ralf Burzlaff gelang dieses bei seiner Ultralaufpremiere ausgezeichnet. Unter 1366 Männern belegte er einen nie erwarteten 43. Platz in 6:22:13 Stunden, was gleichzeitig Platz 8 in M45 bedeutete. Klaus-Detlef Stock lief 8:34:36 Stunden, belegte damit Platz 113 in der Altersklasse M50 und wurde 825. in der Gesamtwertung. Er hatte sich zwar eine etwas bessere Zeit vorgenommen, war aber dennoch zufrieden mit seiner Leistung, da er sehr früh mit Magenproblemen zu kämpfen hatte und froh war, überhaupt durchgelaufen zu sein.

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