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Kooperation mit Salzhemmendorf und Coppenbrügge wird von der EU als Leaderprojekt gefördert

Beim Tourismus klappt die Zusammenarbeit

Bad Münder (jhr). Mit interkommunalen Gewerbeparks hat Bad Münder schlechte Erfahrungen gemacht. Interkommunale Zusammenarbeit klingt zwar in der Theorie gut, wird aber selten praktiziert. Ein Positiv-Beispiel ist derzeit aber die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg im Tourismus: Bad Münder, Salzhemmendorf und Coppenbrügge erstellen gemeinsam ein Reisejournal für 2012.

Touristen nach Bad Münder, Coppenbrügge und Salzhemmendorf zu holen – das ist die Zielsetzung der interkommunalen Zusammen

„Dieses 64-seitige hochwertige Journal soll die bisherigen Imageprospekte, Angebotsbroschüren und Gastgeberverzeichnisse der drei Kommunen ersetzen und im Dezember 2011 erscheinen“, erklärt Thomas Slappa, Tourismusmanager der GeTour. Die mündersche Gesellschaft hat den Zuschlag für das Projekt erhalten, das jetzt in die zweite Phase geht. Das Vorhaben, die drei Gemeinden in diesem Bereich enger zusammenzubringen und die knappen personellen und finanziellen Ressourcen der einzelnen Partner zu bündeln, wird sogar von der EU gefördert – die interkommunale Zusammenarbeit im Tourismus ist als Leader-Projekt anerkannt worden.

Bis jetzt die zweite Phase der Zusammenarbeit eingeläutet werden konnte, musste insbesondere in Coppenbrügge und Salzhemmendorf die Situation analysiert und eine Tourismusstrategie erarbeitet werden, Bad Münder war da bereits weiter. „Das erste Halbjahr des Jahres war viel Theorie, jetzt gibt es das erste handfeste Produkt, das auf den Weg gebracht wird“, sagt Slappa. Eine feste Projektgruppe mit Vertretern aller drei Partner wird eingerichtet, besetzt wird sie sowohl mit Mitarbeitern aus dem touristischen Bereich wie auch mit Vertretern der Verwaltung. Themen der kommenden Monate sind die Zusammenführung und Anpassung der Internetpräsenzen im touristischen Bereich, aber auch die Entwicklung vermarktungsfähiger Produkte stehe im Vordergrund. Als Beispiel nennt der Tourismusmanager das „Gesamtthema wandern“. Es gehe weiterhin aber auch um Themen wie Natursport, um gemeinsame Messebesuche, aber auch um Unterstützung der Vermieter und Gastronomiebetriebe, „um dort gemeinsam einen besseren Marktauftritt zu haben“, wie Slappa betont.

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