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Große Resonanz: 23 Kinder wollen wissen, was eigentlich eine Kinderfeuerwehr macht

Beim Einsatz fährt der Chef niemals selber

Obernkirchen (jaj). Die Kinderfeuerwe hr ist schon lange ein Wunsch der Obernkirchener Feuerwehren. Nachdem einige Weichen in den letzten Wochen gestellt worden waren, war es dann am Sonnabend endlich soweit: Die Kindergruppe der Feuerwehr Obernkirchen traf sich zu ihrem ersten Dienst.

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"Aber eigentlich ist Dienst kein schönes Wort", erklärt die neue Leiterin der Gruppe, Bettina Schaper, in ihrer Begrüßung. Denn so streng wie sich dieser Begriff anhört, wird es bei den Treffen nicht zugehen. Auf dem Programm stehen vielmehr Basteln, Spielen, Backen und Malen. Aber auch ernstere Themen werden behandelt. So soll den Kindern vermittelt werden, wie ein Notruf abgesetzt wird, und wie man sich im Falle eines Brandes verhält. "Wir wollen den Kindern erklären, in welchen Fällen sie das Haus verlassen müssen, und wie sie sich helfen können, wenn sie einmal in eine solche Situation geraten", so Schaper. Doch auch die Ausrüstung und die Arbeit der Feuerwehr soll den Kindern näher gebracht werden. Schon am Schnuppertag konnten die Kinder die ersten Geräte bestaunen und Fragen stellen. Einige wurden bereits bei dem Rundgang durch das Gebäude beantwortet, andere wurden für spätere Treffen aufgehoben. So wissen die Kinder nun, dass der Chef im Feuerwehrauto nicht selbst fährt, sondern auf dem Beifahrersitz Platz nimmt und dass die Feuerwehrleute sich in vier Minuten für einen Einsatz fertig machen müssen. "Wir hatten gehofft, dass großes Interesse an einer Feuerwehr für die Kleinsten besteht. Aber mit dieser Resonanz hatten wir nicht gerechnet", freut sich Betreuerin Sabine Schmeding. 23 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren hatten sich im Feuerwehrgerätehaus versammelt, um sich mit ihren Eltern über das Angebot zu informieren, darunter auch viele Mädchen. Besonders für den siebenjährigenNoel wurde es ein besonders schöner Tag. Er gewann den ersten Preis bei der Tombola und kann sichin seinem neuen Wissensbuch schon einmal genauüber die Arbeit der Feuerwehr informieren. Beim nächsten Treffen sollen die Kinder die Gelegenheit haben, sich einen Namen und ein Maskottchen für "ihre" Feuerwehr auszudenken. "Es ist uns wichtig, dass die Kinder in der Gruppe ein "Wir-Gefühl" entwickeln. Deshalb möchten wir sie aktiv in die Namensfindung einbeziehen und freuen uns über ihre Vorschläge", erläutert Schaper ihre Intention. Sie und fünf weitere Betreuer werden nun jeden zweiten Sonnabend die Gruppe leiten. Zusätzlich wird alle zwei Wochen Sport in der Grundschulturnhalle angeboten. "Bei all diesen Veranstaltungen sind die Kinder über die Feuerwehrunfallkasse versichert", beruhigt Schaper die anwesenden Eltern. Nur für Wertsachen könne man keine Haftung übernehmen. Der nächste Dienst findet am Sonnabend, 15. November, um zehn Uhr im Feuerwehrgerätehaus am Stiftswald statt. Alle interessierten Kinder sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen, auch wenn sie den ersten Termin verpasst haben sollten, denn um sich in der Feuerwehr zu engagieren, ist es nie zu spät.

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