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Gefährliches Queren der B 83 soll nicht gefördert werden / Platz für Lkw auf dem Gelände schaffen

Behörde sagt Nein zu Haltespur an Tankstelle

Luhden (tw). Gegenüber der Shell-Tankstelle an der B 83 in Höhe von Klein Eilsen wird es keine Haltespur für Lastwagen geben. Das geht aus einem Schreiben hervor, das Gemeindedirekt orin Svenja Edler jetzt von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erhalten hat.

Wie bekannt, parken auf der Fahrbahn an der B 83 immer wieder - illegal - Lastwagen, deren Fahrer sich in der Tankstelle die für das Befahren der Autobahn nötige Mautplakette holen. Dabei kommt es immer wieder zu Auffahrunfällen. Der bis dato letzte und einer der schwersten ereignete sich am 7. Februar, als eine Einwohnerin aus Luhden mit ihrem Opel unter den Auflieger eines aus der Tschechei stammenden Sattelschleppers geriet (wir berichteten). Die Frau erlitt bei dem Aufprall Kopfverletzungen, musste stationär im Krankenhaus Bethel behandelt werden. Nach Auskunft der Polizeistation Bad Eilsen hatte der 37-jährige Lkw-Fahrer sein Fahrzeug verbotswidrig am Straßenrand abgestellt, um in der Tankstelle gegenüber die Mautgebühr zu entrichten. Als er auf dem Weg zurück zu seinem Fahrzeug war, kam es zu dem Unfall. Vermutlich hatte die Luhdenerin den Sattelschlepper nicht erkannt, weil sie durch die tief stehende Sonne geblendet war. Bereits im Juni 2006 hatte der damalige Samtgemeindebürgermeister Heinz Wischnat an die Landesbehörde geschrieben. Das Ziel: eine Haltebucht für Lastwagen, um ein Parken der Brummis auf der Fahrbahn der B 83 zu verhindern und die Stelle so zu entschärfen. "Herr Wischnat", erinnert Edler, "hatte auf sein Schreiben damals keine Antwort erhalten". Wischnat nicht, wohl aber Schönemann, der unlängst einen neuerlichen Versuch unternommen hatte. Doch das Ergebnis ist eindeutig negativ. Edler: "Eine Haltespur wird dort nach Aussage der Behörde auf gar keinen Fall eingerichtet werden." Begründung: das sei "zu gefährlich". Denn die Lkw-Fahrer müssten dann immer noch die B 83 queren, um sich an der Tankstelle ihre Mautplakette zu besorgen. Mit dem Unterschied, dass diese Gefahr durch die Anlage der Haltespur dann gleichsam legalisiert werde. Statt dessen werde die Behörde prüfen, ob es überhaupt sinnvoll ist, dass die Shell-Tankstelle einen Mautautomaten vorhält und damit das Parken der Lkw auf der gegenüberliegenden Straßenseite faktisch provoziere. Alternativ müsste sich der Betreiber der Tankstelle Gedanken darüber machen, wie respektive ob er auf seinem eigenen Gelände Platz für die Brummis schaffen kann.

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