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Erste Arbeitssitzung des Gremiums mit Landrat Schöttelndreier

Behindertenrat neu gewählt: "Wollen noch bekannter werden"

Landkreis (web). Der neu gewählte Kreisbehindertenrat Schaumburg hat im Kreishaus getagt. Oberste Ziele sind die Verbesserung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben, die Verwirklichung der Integration behinderter Menschen sowie deren Selbstbestimmung und das Herstellen einer Barrierefreiheit.

Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier (v.l.) mit Bernd Mähleke,

Zu Gast war Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, der dem Rat seine Unterstützung versicherte. Als wichtige Punkte stellte Schöttelndreier heraus, dass jede Kommune durch einen, beziehungsweise zwei Mitglieder im Rat vertreten sei und dass dieser in die Politik einbezogen werde. "Es braucht häufig Menschen, die davon betroffen sind, weil es die anderen nicht wahrnehmen", so der Landrat. Der Kreisbehindertenrat trage dazu bei, Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben zu ermöglichen und die Öffentlichkeit über deren Belange zu informieren. Trotzdem merkte Schöttelndreier an, dass der Rat und dessen Arbeit noch zu wenig bekannt seien. Diesen Punkt griff der Vorsitzende Manfred Pollmann ebenfalls auf: "Wir wollen nicht nur bekannter werden, sondern unsere Sache weiter vorantreiben." Eine gute Zusammenarbeit gebe es inzwischen mit dem Bauamt. "Das Amt kommt häufig auf uns zu", berichtete Pollmann. Um seine vielfältigen Aufgabenfelder strukturiert bearbeiten zu können, hat der Kreisbehindertenrat vier Arbeitskreise gebildet. "Wir haben statt der ursprünglichen sechs nur noch vier Arbeitskreise, um unsere Kernkompetenzen zu bündeln", informierte der stellvertretende Vorsitzende Matthias Gläser. Der Arbeitskreis für soziale Dienstleistungen, Hilfen und Gesundheit wolle einen "Leitführer" für Menschen mit Behinderungen erarbeiten, der Informationen zu behindertengerechten Lokalitäten sowie Beratungsstellen enthalte, berichtete Bernd Mähleke. Denkbar sei für dieses Projekt eine Kooperation mit dem Kreisseniorenrat. Dirk Priebe, Mitglied des Arbeitskreises für Verkehr, Mobilität und Bau, informierte darüber, dass der Kreisbehindertenrat in Bezug auf den geforderten Zebrastreifen an dem in der Nähe der Amtspforte gelegenen Kreisverkehrsplatz tätig geworden sei und an den Landkreis geschrieben habe. Die bisher installierten Bodenindikatoren würdenSehbehinderten kein sicheres Überqueren der Straße ermöglichen, so Priebe. "Wir halten die Einrichtung von Zebrastreifen an dieser Stelle für notwendig. Fußgänger - insbesondere Sehbehinderte - müssen geschützt werden", äußerte Pollmann. Die letzte Entscheidung stehe noch aus, der Rat hoffe aber auf eine im Sinne der Behinderten, so der Vorsitzende. Der Arbeitskreis für Frühförderung, Kindergarten, Schule, Arbeit und berufliche Integration wolle sich in Zukunft mit dem Bedarf an Plätzen in Krippen und U3-Gruppen, der interdisziplinären Frühförderung sowie schulischen Integrationsmaßnahmen und sonderpädagogischer Förderung befassen, berichtete Thomas Broich. Außerdem habe der Arbeitskreis neue Ideen entwickelt, wie zum Beispiel eine Patenschaft für Schüler mit Handicaps sowie eine Ferienbetreuung für behinderte Kinder. Außerdem verabschiedete der Kreisbehindertenrat den Entwurf eines Info-Faltblatts, das in Kürze hergestellt und im Landkreis verteilt werden soll.

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