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24°
Aber erstmal: Schmuddelwetter hält an / November sehr trüb, der ganze Herbst extrem feucht

Begründete Hoffnung auf weiße Weihnachten

Landkreis. Das nasskühle Schmuddel- und Erkältungswetter lässt nicht locker. Gewisse Lichtblicke am 2. Adventswochenende waren etwas höhere Temperaturen und weniger Niederschlag, sodass beim Gang über die Weihnachtsmärkte die im Gedränge störenden Regenschirme zumindest gebietsweise geschlossen bleiben konnten. Die Rückkehr des weißen Winters zeichnet sich frühestens zum 3. Advent ab.

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Autor:

Reinhard Zakrzewski

Der Witterungsverlauf im November war weitgehend wie er sein sollte: neblig-trüb und mild in der ersten, zeitweise winterlich in der zweiten Hälfte. Insgesamt überwogen aber die zu hohen Temperaturen, sodass der letzte Herbstmonat mit durchschnittlich 6,3 Grad im Schaumburger Land noch um 0,8 Grad zu warm ausfiel. Bemerkenswert: das Monatsmaximum von 16,8 Grad am 11. November. Es bedeutete nicht nur einen neuen Tagesrekord, sondern trat auch zu einer außergewöhnlichen Tageszeit gegen 7 Uhr morgens auf. Das kräftige Minimum von minus 4,5 Grad in Bückeburg fiel auf den 24. November. Trotz derüberwiegend milden Witterung, wurden die üblichen sieben Tage mit Nachtfrost erreicht. Entscheidend dafür war ein massiver Kaltlufteinbruch direkt aus der Arktis, der ab dem 21. November immer wieder für Schneefall oder Schneeregen sorgte. An fünf Tagen reichte es in den Niederungen für eine geschossene Schneedecke, die am 22. November mit vier Zentimeter in Bückeburg, in den höheren Lagen auch deutlich darüber, ihre größte Höhe erreichte. Niederschlag fiel rund 15 Prozent zu wenig (Bückeburg-Achum 42 Liter/Quadratmeter). Unverschämt gering war die Leistung der Sonne. Mit nur 26Stunden (minus 51 Prozent) hatte sie dem trüben Wetter so gut wie gar nichts entgegenzusetzen. Der Herbst im Schaumburger Land: mit mittleren 10,1 Grad etwas zu kühl (minus 0,2 Grad), erheblich zu nass (Bückeburg-Achum: 223 Liter/Quadratmeter = 153 Prozent) und mit 296 Stunden fünf Prozent sonniger als üblich. Weiße Weihnachten sind für die meisten von uns ein Traum, der leider nur ein bis zwei Mal in zehn Jahren erfüllt wird. Komplett weiß, mit einer geschlossenen Schneedecke von Heiligabend bis zum 26. Dezember, war das Christfest zuletzt 2000 und davor Weihnachten 1981. Und wie sieht es diesmal aus? Da die normalen Wettervorhersagen nur eine Woche tragen und Trendaussagen bestenfallsüber 14 Tage möglich sind, bleiben für einen Blick auf das mögliche Weihnachtswetter nur die Klima- oder Bauernregeln. Deren Hintergrund ist die Erhaltungsneigung von Großwetterlagen. Statistisch gesehen ist die Aussage: "Geht Barbara (4. Dezember) im Grünen, kommt's Christkind im Schnee", zu57 Prozent richtig. Umgekehrt spricht eine Schneeauflage in den ersten Dezembertagen mit einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent für zumindest einen weißen Weihnachtstag. Derzeit liegt eine geschlossene Schneedecke beispielsweise im Harz bis auf etwa 300 Meter herunter. Fasst man die Regel nicht ganz so eng und berücksichtigt zudem die derzeit auf eine nordwestliche bis nördliche Strömung eingefahrene Großwetterlage, stehen die Chancen für die Anlieferung von Weihnachtsgeschenken per Schlitten gar nicht so schlecht. Nach den neuesten Jahreszeitenvorhersagen der Wetterdienste bestätigt sich der Trend zu einem durchschnittlich kalten und normal bis etwas zu trockenen Winter.

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