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Inklusionsprojekt des Hamelner Dart Clubs mit Partnern aus Brjansk und der Werkstatt der Paritätischen Lebenshilfe

Begeisterung für Dartspiel überwog alle Hemmschwellen

Hameln. Mehr als 50 Jugendliche und Erwachsene aus der russischen Stadt Brjansk, Mitglieder des „Dart Clubs Hameln 79“ sowie elf behinderte Menschen aus der Werkstatt der Paritätischen Lebenshilfe (PLSW) in Afferde haben erstmalig ein gemeinsames Dartturnier ausgerichtet.

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Seite an Seite und Pfeil an Pfeil kamen sich auf diese Weise fremde Menschen näher. Es war gelebte Inklusion verschiedener Nationalitäten. Von Hemmschwellen keine Spur. Auch sprachliche Verständigungsprobleme spielten keine Rolle. „Dart verbindet – egal, in welcher Sprache“, betonte Charly Brownsell vom Vorstand des Dart Clubs.

Für das Turnier hatte der Club sein Vereinsheim in der Werftstraße 20b zur Verfügung gestellt. Um es gleich vorwegzunehmen – die Gastfreundschaft der Darter war einzigartig. „Ein großartiges Engagement“, betonte Wilfried Schwark, der Vorsitzende des Vereins „Freude für Kinder von Brjansk“, auf dessen Initiative das Turnier stattfand. Clubmitglieder haben „Sonntagsdienst geschoben“, damit das Turnier stattfinden konnte. Auch wurden sämtliche Teilnehmer mit Bratwurst, Salaten und Getränken beköstigt. „Dieses Turnier war auch für uns ein besonderes Vergnügen“, bilanzierte Brownsell am Ende der zweistündigen Veranstaltung.

Unter der Leitung des Club-Mitglieds Maik Langendorf wurden gemischte Gruppen gebildet, um dem Inklusionscharakter noch mehr Gewicht zu geben. Obwohl sich die Darter mit den russischen Vornamen erst vertraut machen mussten, waren schon nach kurzer Zeit Iwan, Maxim, Viktor und Swetlana genauso geläufig wie Kurt, Frank, Lutz oder Dirk. Für die meisten der russischen Teilnehmer war das Dartspiel eine völlige neue Erfahrung. Die „echten“ Darter hatten alle Hände voll zu tun, den Ungeübten auf die Schnelle einige Regeln zu vermitteln. Unterstützt wurden sie dabei von den elf Spielern der PLSW – allesamt erfahrene Darter, nehmen sie in der Werkstatt doch regelmäßig im Rahmen des Sportangebots am Dartunterricht teil. „Sie sind sehr stolz, dass sie ihr Wissen weitergeben können“, freute sich Sportlehrerin Tanja Tegt-meier über den Inklusionscharakter des Turniers. Verlierer gab es auch keine bei dem Turnier. „Gewonnen haben alle, und alle bekommen Urkunden“, betonte Langendorf. sto

Ein gutes Miteinander fand beim Dartspielen statt. Die russischen Jugendlichen und Erwachsenen aus Briansk spielten hier mit elf behinderten Menschen das Spiel mit den schnellen Pfeilen.sto

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