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Schulvorstand will Ausschussmitglieder informieren / Notwendigkeit des Hallenausbaus verdeutlichen

"Bedürfnisse der Kinder an die erste Stelle!"

Rehren (la). "Bei der Sitzung des Schul- und Bauausschusses ist deutlich geworden, dass Informationsbedarfüber den Schulalltag und seine Abläufe an unserer Grundschule bestehen", stellte Schulleiter Carl Gundlach fest (wir berichteten). Aus diesem Grund lädt der Schulvorstand alle Ausschussmitglieder für Mittwoch, 23. April, in die Schule ein. Von 11.15 bis 13 Uhr werden alle Klassenräume offen sein, damit sich die Politiker ein Bild von der Arbeit in der Schule machen können. Danach ist ein Gespräch vorgesehen, um Fragen zu erörtern.

Ulrike Hohmeyer

Die Eltern, die zum Teil die Ausschusssitzung mitverfolgt haben, wollen weiter für den Ausbau der Pausenhalle kämpfen. "Ich hatte das Gefühl, dass sich niemand so richtig dafür interessiert, wovon wir eigentlich sprechen und wie ein Grundschulalltag so abläuft", sagte Heike Ackmann. Gesprochen werde über Kinder, für die es in den ersten beiden Grundschuljahren ein gewaltiges Pensum sei, lesen, schreiben und rechnen zu lernen, die sich erst einmal selber organisieren müssten, bevor sie das mit anderen Dingen, zum Beispiel Schließfächern, tun könnten. Gesprochen werde aber auch über Kinder, denen von der dritten Klasse an sehr viel abverlangt wird, um sie nach dem Wegfall der Orientierungsstufe auf die weiterführenden Schulen vorzubereiten. "Wir sprechen davon, dass die Betreuung am Nachmittag ausschließlich durch pädagogische Mitarbeiter erfolgt", sagte Heike Ackmann und fordert dafür die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. "Ich bitte darum, mich nicht falsch zu verstehen, aber wir als Eltern kämpfen darfür, dass die Bedürfnisse der Kinder und nicht die Kosten an erster Stelle stehen", so Ackmann. Die Ausschussmitglieder sollen sich anschauen, wie Klassenräume heute aussehen und sich einen Eindruck verschaffen, wie die Kinder heute sind. "Ich hoffe, dass viele Politiker das Angebot annehmen", sagte die Schulelternratsvorsitzende, Ulrike Hohmeyer, und nannte weitere Vorteile für den Ausbau der Pausenhalle. Wenn, wie von der Verwaltung geplant, am Nachmittag mit kleinen Gruppen in kleinen Räumen gearbeitet würde, müsste mehr Personal vorhanden sein. In der großen Halle wäre das nicht notwendig. Sie böte genügend Raum, um mit einigen Kindern die Hausaufgaben zu erledigen, während andere singen, tanzen oder sich entspannen. Außerdem sei die Lage der Halle sehr günstig und auch das Außengelände gut zu übersehen. "Die Pausenhalle wird nicht genutzt. Das ist zwar schade, aber eine Tatsache. Wir wollen ja nicht, dass sie abgerissen wird, sondern sie nur einer anderen, sinnvollen Nutzung zuführen", stellte Hohmeyer fest. Bei dem Umbau würden Eltern helfen, wo es ginge, um die Kosten zu senken. Der Schulvorstand vertritt außerdem die Meinung, dass Politik und Verwaltung weitsichtig planen sollten. "Es werden sicherlich immer mehr Eltern, die für ihre Kinder die Nachmittagsbetreuung in Anspruch nehmen. Schon jetzt sind wir von der hohen Zahl überrascht worden", gab Hohmeyer zu bedenken.

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