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Bauen in Bad Münder: Haus sucht Heimat

BAD MÜNDER. Während in der Kernstadt Bauplätze knapp sind, gibt es in Bakede viel Fläche für‘s Eigenheim. Jetzt kommt aber offenbar Schwung ins Baugebiet am Kranzberg: Die ersten Grundstücke wurden jetzt verkauft. Doch welche Baugebiete sind inzwischen voll, wo gibt es im Stadtgebiet noch Lücken? Wir haben nachgehakt.

Sichtbarer Fortschritt: Entlang der Bürgermeister-Paul-Straße im Südfeld wachsen die neuen Häuser in die Höhe. Es ist aktuell das einzige Baugebiet im Stadtgebiet. Zwei Plätze sind noch frei. Foto: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Es ist eine Diskussion die immer wieder aufflammt: Gibt es in Bad Münder genug Baugrundstücke? Kritiker von Stadt und Erschließungsträgern, allen voran der Kur- und Verkehrsverein in Bad Münder, setzen sich für mehr Bauflächen ein. Andere, wie Bakedes Ortsbürgermeister Rolf Wittich, kritisieren die vorhandenen Flächen als zu teuer. Neue Baugebiete sind nach Auskunft der Stadt nicht in Planung.

Aber wo ist noch Platz? Wir haben bei den Erschließungsträgern nachgehakt, wo es noch freie Flächen für Häuslebauer gibt.

Kranzberg, Bakede: Die
ersten Flächen sind weg


Lange hat es gedauert, aber nun wurden am Kranzberg in Bakede die ersten Interessenten im zweiten Abschnitt zu Bauherren. Zwei Kaufverträge wurden inzwischen geschlossen, bestätigt die Sparkasse Weserbergland, die das Gebiet vermarktet und erschließt. Vor 17 Jahren wurde das Baugebiet erschlossen, vor neun Jahren und dann noch einmal vor fünf Monaten wurde der Bebauungsplan mit Beschluss der Politik gelockert. Seitdem ist unter anderem die Dachform nicht mehr so streng vorgegeben, bei den Dachziegeln wurde die erlaubte Farbpalette erweitert. Sind die 20 Grundstücke im zweiten Abschnitt voll, können zeitnah weitere 26 Baugrundstücke im dritten Abschnitt erschlossen werden. Davon ist man nach zwei verkauften Flächen allerdings noch weit entfernt. Alle drei Abschnitte zusammengenommen gibt es am Kranzberg 67 Grundstücke.

Nördliches Südfeld, Bad
Münder: Noch zwei Plätze


Ein Großteil der Grundstücke war schnell verkauft – schon bei der Einweihung der Grünfläche gab es eine lange Liste von Interessenten. Nun, zehn Monate später, sind zwei Plätze allerdings noch frei. Zwei Bauflächen, jeweils rund 650 Quadratmeter groß, will die Vowo als Erschließungsträger noch an den Mann oder die Frau bringen, berichtet Geschäftsführer Heiko Hobein. 19 Parzellen hat die Vowo rund um die neue Bürgermeister-Paul-Straße vermessen, maximal 760 Quadratmeter groß.

Auf der Höhe, Hachmühlen: eins frei, eins reserviert


14 Grundstücke wurden in Hachmühlen erschlossen – aktuell ist nur noch eins frei, ein Grundstück ist vorläufig reserviert. Wer sich zwischen Nordstraße und Auf der Höhe, direkt an der Bundesstraße 442 umschaut, sieht außerdem: Viele Häuser stehen schon oder sind im Bau. Anders als der Kranzberg ist damit das Hachmühler Baugebiet, das ebenfalls von der Sparkasse Weserbergland vermarktet wird, erfolgreicher.

Heideweg, Eimbeckhausen: fünf Grundstücke verkauft


Wer die B 442 verlässt und kurz hinter dem Ortsschild links abbiegt kommt ins Baugebiet Heideweg – wo aber ebenfalls wenig passiert. Das Gebiet wurde einer Immobilienfirma aus Bremen zugeschlagen „Vier bis fünf Grundstücke sind verkauft“, sagt Heinz Steege von dem Unternehmen HNMD, das die heimischen Makler Herrmann Immobilien mit der Vermarktung beauftragt hat. Steege selber sagt aber auch: „Die Vermarktung ist schwierig, die Lage ist nicht besonders gut.“

Am Hahnebühl, Hamelspringe: noch zwei Grundstücke frei


Am Hahnebühl in Hamelspringe waren zuletzt noch zwei Grundstücke frei – das hat sich laut Stadt nicht geändert. Die Besitzer, die Vermögenswaltung des Kloster Loccum, war bis Redaktionsschluss nicht erreichbar.

Nienstedt, Flegessen, Luttringhausen, Nettelrede: alles weg


Das Planungsbüro Kontur Bau aus Hameln hatte noch zwei Grundstücke in Luttringhausen und Nettelrede – inzwischen sind sie reserviert, wie Alexander Voeth erklärt. Verträge wurden aber noch nicht unterzeichnet. Der Barsinghäuser Ingenieur Ingo Nagel ist da schon einen Schritt weiter: Für das Neubaugebiet Lärchenweg in Nienstedt kann er vermelden: „Das letzte der drei Grundstücke haben wir vor fünf Wochen verkauft.“ Am Pfingstanger in Flegessen ist nur noch ein schmaler Streifen übrig, sagt Cord Geweke von der Niedersächsischen Landesgesellschaft. Da sei allerdings auch nur wenig Platz für ein neues Eigenheim. „Ansonsten ist alles erschlossen und bebaut.“

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