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Erneuerter Kreisvorstand / Pönnighaus will "Grüne Jugend"

Barenscheer-Heisecke führt wieder die Grünen an

Landkreis (ssr). Wie schon mal gehabt: Astrid Barenscheer-Heisecke (50) ist zum zweiten Mal zur Vorsitzenden der Schaumburger Grünen gewählt worden. Die Rintelnerin, die hauptberuflich als Mitarbeiterin der Grünen-Landtagsfraktion tätig ist, erhielt während der Jahresversammlung des Kreisverbandes von den 18 anwesenden Mitgliedern eine einmütige Zustimmung. Barenscheer-Heisecke hatte den Vorsitz bis zum Jahr 2004 schon einmal für vier Jahre innegehabt. Nun folgt sie Marion Lenz (Stadthagen) nach, die mehr Zeit für die Familie haben will und nicht wieder antrat.

Astrid Barenscheer- Heisecke

"Im anstehenden Kommunalwahljahr möchte ich gerne meine langjährige Erfahrung einbringen", begründete die neugewählte Vorsitzende ihre Motivation. Sie wolle für große Geschlossenheit im 85 Mitglieder starken Kreisverband sorgen und im Team einen kämpferischen Wahlkampf organisieren: "Wir wollen ein richtig gutes Ergebnis hinlegen - die Anderen sollen sich mal schön warm anziehen", rief sie aus. Da der bisherige Stellvertreter Thomas Künzel eine "Vorstandspause" einlegen will, wählte die Versammlung ebenfalls einstimmig die Hagenburger Chemikerin Monika Tautz (38) zur Vize-Vorsitzenden. Ergänzt wird der Kreisvorstand durch Kassierer Frank Rullmann (43, Hagenburg, im Hauptberuf Finanzbeamter) sowie die Beisitzer Ulrich Dankwerth (59, Wölpinghausen), Ernst Lenk (64, Stadthagen) und Helge Pönnighaus (21, Stadthagen). Feierlich verabschiedet wurde Eva Mensching nach 20 Jahren Vorstandsarbeit - davon elf Jahre als hauptamtliche Kreisgeschäftsführerin. Pönnighaus berichtete von Bemühungen, auf Kreisebene einen Grünen-Jugendverband auf die Beine zu stellen. Eine Handvoll junger Leute bereite dies derzeit vor. Für den 27. März sei die Gründungsversammlung geplant. Die "Grüne Jugend" habe die Absicht, auf den Wahllisten der Grünen für die Gemeindewahlen aufzutauchen. Der Bericht von Pönnighaus fand den starken Beifall der Versammlung. Mehrere Teilnehmer machten sich stark dafür, im Wahlkampf die Forderung nach mehr regenerative Energien für Schaumburg zu einem Schwerpunkthema zu machen. Dieses Thema zu besetzen, sei für die Partei "überlebenswichtig", sagte die Landtagsabgeordnete Ursula Helmhold. Bioenergie, Windkraft, Ökostrom und Photovoltaik seien wichtige Stichpunkte, wobei es "auch Zielkonflikte auszuhalten gelte", so Helmhold. Biogasanlagen oder Windparks etwa müssten mit dem Landschaftsschutz vereinbart werden, ergänzte der Kreistagsabgeordnete Thomas Stübke. Zu fordern sei eine "Energiewende der Kommunen", fuhr Helmhold fort. Es sei "ein Skandal", dass die Stadtwerke hiesiger Städte Ökostrom anböten, "die Kommunen selbst davon aber keinen Gebrauch machen".

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