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Stichwort "Ruhebänke": Senioren finden fast überall Sitzgelegenheiten zum Verschnaufen

"Bankrott" allein an der Fürst-Adolf-Straße

Bad Eilsen (tw). Der Kurort ist - faktisch - die Kommune der Senioren. Nirgendwo sonst in Deutschland leben so viele Menschen jenseits des Rentenalters wie in Bad Eilsen. Senioren aber haben besondere Bedürfnisse. Wer noch mobil ist und aus einem der zahlreichen Altenheime den Weg Richtung Rathaus antritt, wer in den Englischen garten, zum Boulen oder zum Bauernmarkt möchte, der erwartet vor allem eines; Bänke entlang d es Weges, auf denen er eine kurze Rast respektive Verschnaufpause machen kann. Indes: "Bänke gibt es in Bad Eilsen zu wenig", bekommt die Redaktion von Älteren immer wieder zu hören.

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Nun ist "zu wenig" natürlich eine subjektive Ansicht. Manch einer muss sich noch nicht setzen, wo ein anderer schon nicht mehr weiter kann. Doch ist die Ortsmitte als "Veranstaltungszentrum" von den Seniorenheimen aus wirklich so schlecht zu erreichen, wie oftmals behauptet wird? Die Redaktion hat sich umgesehen. Fakt ist: Wer den - kurzen - Weg von der "Seniorenresidenz Zimmermann" Richtung Eilser Rathaus geht, findet an der Bückeburger Straße und damit auf der "richtigen" Seite zwei Ruhebänke, eine davon innerhalb der Bushaltestelle. Vergleichsweise gut bedient ist auch, wer von der "Parkresidenz" an der Julianenstraße das Rathaus aufsuchen möchte. Auf der linken Straßenseite befinden sich zwei, auf der rechten am Rande des Englischen Gartens sogar gleich vier Ruhebänke. Einähnliches Bild bietet sich den Senioren auf dem Weg von der "Kurpark Residenz Stuckert" via Rathaus: Sie haben auf der Strecke insgesamt vier Rastmöglichkeiten, eine davon ist in einer Haltestelle gelegen. Wer vom "Senioren-Domicil" an der Friedrichstraße ins Zentrum möchte, kann wahlweise durch den Kurpark oder aber über die Bahnhofstraße gehen. Im ersten Fall finden sich mehrere Ruhebänke in den Gartenanlagen selbst, im zweiten Fall bis zu sechs Bänke, mit Masse entlang der Bahnhofstraße. Bewohner des Altersruhesitzes "Neithard von Stein" bietet sich einähnliches Bild wie denjenigen des Senioren-Domicils. Auch sie finden Ruhebänke (erst) im Kurpark, alternativ auch die sechs entlang der Bahnhofstraße. Anders sieht es für Fußgänger aus, die das Rathaus von "Pro Geriatrie" (Julianenstraße), "Hilaris" (Herminenstraße) oder der "Residenz am Harrl" (Fürst-Adolf-Straße) ansteuern. Auf sie wartet entlang der Fürst-Adolf-Straße keine Ruhebank. Was die Inaugenscheinnahme unterm Strich ergibt, ist folgendes: Wo es der Straßenraum zulässt, befindet sich in aller Regel eine Ruhebank. Wo nicht, ist der öffentliche Platz entlang der Bürgersteige für Bänke meist zu schmal.

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