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Dorferneuerung in Hamelspringe wird Wirklichkeit

Bald geht‘s los: Neues Pflaster für die Straßen

Hamelspringe (rho). Jetzt soll es wirklich losgehen mit der Dorferneuerung in Hamelspringe. Das zuständige Planungsbüro Grontmij hat die Planungen für den ersten Abschnitt – Hahnenbühl und die gegenüberliegende Stichstraße abzweigend von der Straße Zum Süntel – abgeschlossen, die Stadt kann in Kürze die Arbeiten ausschreiben. Der Ortsrat hat in seiner jüngsten Sitzung dem Vorhaben zugestimmt, nachdem Grontmij-Mitarbeiter Sven Herzog die Baumaßnahme en détail vorgestellt hat.

Johannes Weidner (v.l.), Jens Giebel, Martin Mossau, Franziska H

Da der Straßenausbau bis zum 31. Oktober abgerechnet sein muss, beginnen die Bauarbeiten voraussichtlich nach den Sommerferien. Rund zwei Monate sollen sie dauern. Die Sanierungsarbeiten des Abwasser- und Regenwasserkanals sind inzwischen von der Oewa erfolgreich abgeschlossen worden. Da es sich beim Hahnenbühl um eine Anliegerstraße mit leichtem Lkw-Verkehr handelt, wird sie unter rotem Betonsteinpflaster einen zweischichtigen Aufbau – Frostschutzmaterial und Schottertragschicht – erhalten. Eine jeweils fünfzig Zentimeter breite Rinne aus grauem Pflaster wird beidseitig der drei Meter breiten Fahrbahn verlaufen. Die Straßenbreite lässt laut Herzog eine Begegnung zweier Autos zu. Vereinzelt sollen Blumenbeete versetzt im Straßenverlauf angelegt werden. Sie dienen nicht nur der optischen Verschönerung, sondern in erster Linie der Verkehrsberuhigung. Die Gesamtkosten für diese Straße belaufen sich auf rund 128 000 Euro.

Zusätzlich wird die Stichstraße Zum Süntel saniert. Die Fahrbahnbreite wird am Übergang von der Stichstraße zur Straße zum Süntel großzügig angelegt. Auch dort wird beidseitig eine Rinne verlaufen. Um starkes Regenwasser abzuleiten, wird am Straßenübergang außerdem eine Regenrinne eingebracht. Die Kosten für die Stichstraße belaufen sich auf 35 000 Euro.

Ortsbürgermeister Martin Mossau (SPD) sorgt sich um die Griffigkeit des Pflasters bei Glatteis, da die Stichstraße im oberen Bereich sehr steil und daher im Winter schwierig zu befahren ist. Es wurde daraufhin diskutiert, ob es Sinn mache, die Pflastersteine leicht höhenversetzt zu legen. Herzog gab zu bedenken, dass sich besonders auf den tiefer liegenden Steinen Schnee und Eis festsetzen würden. Um die Griffigkeit zu gewährleisten, müsse ein anderes Material gewählt werden. Allerdings wird ein Pflastersteinbelag finanziell gefördert, Asphaltbelag dagegen nicht.

Münders Vize-Kämmerer Dragotin Trajlovic wies darauf hin, dass eine unterschiedliche Pflasterhöhe zu Problemen beim Schneeräumen durch den Schneepflug führe. Ortsratsmitglied Johannes Weidner (proBürger) fürchtet die erhöhte Verletzungsgefahr besonders für Kinder, die mit dem Fahrrad oder auf Inlinern unterwegs wären. Abschließend stimmte der Ortsrat für beide Straßen dem Pflastersteinbelag zu.

Im nächsten Jahr steht die zweite öffentliche Dorferneuerungsmaßnahme in Hamelspringe mit dem Ausbau des Teilstücks Hochkampstraße an. Hier bittet der Ortsrat darum, frühzeitig mit der Planung zu beginnen und insbesondere die Meldung des Straßenausbaus an den Wasserbeschaffungsverband Hamelspringe-Bakede-Egestorf-Böbber und die Oewa schnellstmöglich vorzunehmen.

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