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Fremdenverkehrsgremium lehnt Finanzspritze für Pilgerweg ab

Ausschuss arbeitet kräftig mit: Neubürgerbroschüre erstellt

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Ein regelrechtes Arbeitstreffen war die Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Fremdenverkehr des Samtgemeinderates. Seite für Seite wurde der Vorabdruck der Neubürgerbroschüre durchgegangen. Der Ausschuss stimmte außerdem gegen eine finanzielle Beteiligung an einem geplanten Pilgerweg.

Akribisch haben sich die Samtgemeindepolitiker mit den Texten der Neubürgerbroschüre beschäftigt. Sandra Babin von der Verwaltung konzeptioniert das Heft und ist dabei auch auf Informationen aus den einzelnen Orten, Vereinen und Organisationen angewiesen. Die alten Daten aus vorherigen Heften müssen nämlich aktualisiert werden. "Ich bin dankbar für jeden Hinweis", sagte Babin bei der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Fremdenverkehr, der kräftig mithalf sie mit den nötigen Hinweisen zu versorgen. Auch Babins Kollege Günther Wehrhahn arbeitet an der Broschüre mit und nahm alle Anregungen der Politik auf. Die Ratsmitglieder nahmen sich Zeit und arbeiteten die Seiten einzeln durch. Viele Daten mussten korrigiert werden, weil sie nicht mehr mit der aktuellen Situationübereinstimmten. Die Verwaltung nahm die Anregungen des Ausschusses auf. Nicht alle Wünsche konnten berücksichtigt werden. Günter Wosny schlug vor, eine Landkarte mit Hinweisen auf Sehenswürdigkeiten beizufügen. Doch bis zum Druck ist nicht mehr genug Zeit. Außerdem seien die zusätzlichen Kosten dafür nicht durch Werbung gedeckt, so Babin. "Das müsste dann die Samtgemeinde bezahlen", erklärte sie. Die Neubürgerbroschüre enthält aber historische und aktuelle Informationen über die politischen Gemeinden. Kontakte zu Verwaltung, Behörden und Organisationen und Angebote im Freizeitbereich wie beispielsweise Badeanstalten. Eishalle und Radsporthalle sind ebenfalls aufgeführt. Es gibt einen Firmenwegweiser und Adressen aus dem Gesundheitswesen. Kindergärten, Glaubensgemeinschaften und soziale Einrichtungen sind ebenso enthalten wie die Vereine der Orte. Die Veränderungen in der Vereinslandschaft hat der Ausschuss bei der Sitzung soweit bekannt aufgenommen. Anschließend beriet der Ausschuss über die finanzielle Beteiligung am Leader-Projekt "Sigwardsweg - Pilgern im alten Bistum Minden", bei dem mehrere Landkreise und Städte Projektpartner sind. Wie Babin erklärte, wird dieses touristische Angebot dann umgesetzt, wenn die betreffenden Kommunen sich an derFinanzierung beteiligen. Für die Samtgemeinde Rodenberg wären das 950 Euro. Das Leader-Projekt will die aktuelle Pilgerbewegung aufgreifen und die Wirkungsstätten von Bischof Sigward (1120 bis 1140 Bischof in Minden) nachzeichnen. In der Samtgemeinde wären die Kirchen Apelern und Grove berührt. Der Pilgerweg soll auch über Reinsdorf, Apelern und Rodenberg führen. "Wir sind dagegen", sagte Peter Friedrichkeit, SPD-Fraktionsvorsitzender im Samtgemeinderat für seine Fraktion. Auch Friedrich-Wilhelm Platte (CDU) aus Pohle meinte, seine Partei erwarte sich keine touristischen Vorteile von dem Pilgerweg für die Samtgemeinde. "Die sollen wandern, aber ohne unsere finanzielle Unterstützung", brachte Friedrichkeit die Haltung der Mehrheit zum Ausdruck. Lediglich Börries von Hammerstein (CDU) stimmte für eine finanzielle Beteiligung am Projekt. Des Weiteren gab es fünf Neinstimmen und eine Enthaltung. Der Ausschuss lehnte die Beschlussempfehlung ab.

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