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Heute VA,übernächste Woche Bauausschuss / Vergabe des Planungsauftrages / Details zur Zufahrt und zum Verkehr

Ausschüsse tagen: Ins Edeka-Projekt kommt Bewegung

Bad Eilsen (tw). In das Edeka-Projekt - den Bau eines Lebensmittelmarktes auf dem Areal der früheren Schaumburg-Klinik - kommt Bewegung: Bereits heute will sich der VA mit der Änderung des B-Plans und der Vergabe des Planungsauftrages beschäftigen. Nach Auskunft von Andreas Stegemann, Geschäftsführer Immobilien-Management, soll es darüber hinaus vermutlich bereits nächste oder übernächste Woche eine Zusammenkunft des Bauausschusses zum gleichen Thema geben. Als Planer im Gespräch: Thomas Zerner (ILE-X, Bückeburg). Dessen Kosten würde Edeka laut Stegemann "im Rahmen des üblichen" übernehmen.

Andreas Stegemann

Derweil gibt es weitere Aussagen zu Details des Projekts: "Edeka", so Architekt Heinz-Dieter Söfker (hds) bei der Präsentation im Haus des Gastes, "lässt uns - im Gegensatz zu den Mitbewerbern - viel Freiheit". Sein eigenes Anliegen sei es, das "Wohlfühl-Gefühl", dass Edeka für das Innere des Marktes propagiert, auch im äußeren Erscheinungsbild sichtbar zu machen. "Geld", betont Stegemann, "ist dafür im Rahmen des Möglichen vorhanden". Er selbst sei Bürger Bad Eilsens. "Schon allein deshalb will ich mir später nicht auf der Straße anhören müssen: ,Was habt Ihr denn da für ein ,Ding' hingesetzt?!'." Um die Architektur so zu gestalten, dass der Markt bestmöglich ins Ortsbild passt, habe der Konzern die Investitionssumme um 200 000 Euro auf 1,8 Mio. Euro erhöht. "Mein Entwurf", so der Architekt, "soll den Baukörper transparent und ,leicht' erscheinen lassen". Dazu beitragen soll ein "Flugdach in Wellenform", dass - anders als noch im ersten Entwurf - jetzt eine weniger starke Krümmung aufweist. Derweil ist der Eingang des geplanten Marktes, ursprünglich an der Arensburger Straße gelegen, auf die Nordseite "gewandert", liegt also in Blickrichtung zu Bahnhof beziehungsweise Christuskirche. So soll sichergestellt werden, dass Kunden den Neukauf direkt vom Parkplatz aus erreichen können. Stichwort Anlieferung: "Die", sagt Stegemann, "soll nichtüber den Kundenparkplatz sondern über das Huck-Gelände erfolgen". Auf dem Kundenparkplatz wäre das Rangieren mit Lkw "zu gefährlich". Die Lieferzone soll durch viel Grün und einen ansprechend gestalteten Leergut-Container optisch kaschiert und akustisch abgeschirmt werden. Die Anfahrt der Lkwsoll über die Arensburger Straße, die Abfahrt via Heeßen erfolgen; die Schulstraße soll nicht genutzt werden, wodurch den Kids dort keine Gefahr drohe. Bedenken, es könne im Zuge der Anlieferung für den Neukauf zu einem erheblichen Mehr an Lkw-Verkehr kommen, sucht der Geschäftsführer zu zerstreuen: "Dadurch, dass der Edeka Aktiv- Markt Dörfel an der Bahnhofstraße wegfällt, wird er sich allenfalls verlagern." Und bei den Fahrzeugen, die täglich Frische-Produkte anlieferten, handele es sich ohnehin nicht um Schwertransporter, sondern um kleine 7,5 Tonner. Ein Groß-Lkw mit Auflieger komme lediglich drei Mal die Woche, bringe Artikel aus dem Trockensortiment. Ralf Losert von der Planungsgemeinschaft Dr. Theine (PGT) zum Verkehr: "Der Standort im Schnittpunkt von Arensburger und Bahnhofstraße hat die Qualität ,A', erhält also die Bestnote." Damit sei dort weder eine Ampel nötig, noch werde es bei der Zufahrt zu den knapp 100 Parkplätzen zu Staus kommen. "Im Schnitt", so der Planer, "sind dort nicht mehr als zwei Autos pro Stunde zusätzlich zu dem zu erwarten, was bislang schon über diese Straße rollt". Weil der Neukauf so zentral gelegen sei, würden ihn viele per Rad oder zu Fuß aufsuchen.

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