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Wie kann die Attraktivität gesteigert werden? / Grüne/WIR: Sechs Verbesserungsvorschläge

Aus dem Marktplatz wird kein Parkplatz

Obernkirchen (rnk). Um die Attraktivität des Marktplatzes zu erhöhen, haben Grüne/WIR gleich sechs Verbesserungsvorschläge auf den Tisch der Politik gelegt. Im Fachausschuss wurden sie durchaus kontrovers diskutiert, jetzt soll in den Fraktionen beraten werden.

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Herzstück des Antrages sind zwei Forderungen. Erstens sollen die vorhandenen vier nördlichen Parkplätze auf dem Marktplatz, also jene vor dem Brunnen, nach Westen (zum Rathaus hin) um einen Taxistand erweitert; außerdem werden an der Westseite auf Höhe des Brunnens vier weitere PKW-Stellplätze und zwei Motorradparkplätze auf dem Pflaster ausgewiesen. Die vier weiteren Forderungen sind: In der Nähe der Gastronomie, vor der Sparkasse und vor Rossmann werden Stellplätze für Fahrräder aufgestellt; die am Ende des Pählichweges stehende und den Wegeschnitt einengende Laterne wird um zwei Meter nach Norden versetzt; auf der Südseite der vorhandenen Parkplätze verhindern künftig herausnehmbare Poller, dass Autofahrer zwischen Pizzeria und Brunnen durchfahren, außerdem soll am Beginn der Friedrich-Ebert-Straße und zwischen dem Verteilerkasten an der Bücherei und dem Pählichweg ein Kanal verlegt werden: Dort sollendie Stromkabel der Marktbeschicker verlegt werden. Ein Parkplatz mehr oder weniger an der Nordseite - das sein kein Problem, befand Architekt Wolfgang Hein, der sich die Vorschläge nicht nur genauer angesehen, sondern sich auch Gedanken über die künftige Gestaltung des zentralen Platzes gemacht hatte. Gravierende Einwände hatte Hein gegen die neuen Plätze für Autos und Motorräder. Da sei mit Problemen beim Rückwärtsfahren zu rechnen - hinter den Plätzen liegt die Schluke. Städtebaulich, so Hein, sei dieser Vorschlag nicht wünschenswert. Noch deutlicher drückte sich Horst Sassenberg (CDU) aus. Er würde auf die Barrikaden gehen, wenn der Brunnen als zentraler Ortdes Platzes durch parkende Autos verdeckt würde: Damit ginge der Charakter des Platzes verloren. Daher: "Auf keinen Fall." Notwendig seien neue Stellplätze auch gar nicht, verwies Hein auf die vorhandenen Parkmöglichkeiten: 3200 Qaudratmeter Nutzfläche und 320 Stellplätze rund um die Kernstadt - von diesen Verhältnissen würde man in anderen Städten träumen. Die Schaffung neuer Räume innerhalb des Platzes, eine klare Teilung der Verkehrsteilnehmer und die Erhöhung der Aufenthaltsqualität: Hein plädierte für einen strikt getrennten Raum rund um den Brunnen, der abgegrenzt wird, etwa durch Blumenkübel. Der Markt und die Messe wurden in diesem Zusammenhang nur gestreift.Diskutiert wurde länger über den Pählichweg, also den Weg von der Bücherei hin zur Fußgängerzone, der vor allem für ältere Menschen mit Rollatoren unbedingt notwendig ist. Er soll weitergeführt werden, vielleicht bis zum Oetker-Haus, außerdem sollen zusätzliche Verteilerkästen ernsthaft geprüft werden. Und: "Sie sollten versenkbar sein", schlug Heiko Schaper (CDU) vor - zum Schutz gegen Vandalismus. Bürgermeister Oliver Schäfer sähe die Umgestaltung des Marktplatzes am liebsten als Leader-Projekt angemeldet: werde es anerkannt, dann werde cofinanziert und damit 50 Prozent der Nettokosten übernommen. Einstimmiger Beschluss: Ab in die Fraktionen mit dem Thema.

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