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Fundsachenversteigerung mit 70 Fahrrädern - und verschlossenen Rucksäcken mit geheimem Inhalt

Auktion: "Katze im Sack" besonders beliebt

Stadthagen (gus). Bei einer Fundsachenversteigerung im Stadthäger Feuerwehrgerätehaus sind gestern 70 Fahrräder unter den Hammer gekommen. Außerdem wurde sozusagen die "Katze im Sack" verkauft - Taschen mit unbekanntem Inhalt übten einen besonderen Reiz aus.

Gesteigerte Aufmerksamkeit: Die Besucher der Fundsachen-Auktion

Um 10 Uhr soll die vom Stadthäger Ordnungsamt organisierte Auktion beginnen. Bereits lange vorher tummeln sich etliche Teilnehmer im Feuerwehrgerätehaus, um die potenzielle "Beute" zu begutachten. "Kenner, die keinen Euro zu viel bieten", weiß Barbara Erhardt. Sie ist Auktionator für einen Tag. Ihr Team besteht aus den Kollegen Anneliese Bulmahn, Matthias Nowak und Christian Gathemann. Los geht es mit Fahrrädern. Das spätere Höchstgebot ist optisch nicht unbedingt erkennbar. Ein scheinbar einwandfreies Mountainbike - "mit Luft", wie Erhardt betont - bringt beispielsweise 20 Euro. Ein klappriges Damenrad mit Platten geht immerhin für 15 Euro über den Auktionstisch. Nach rund zwei Dutzend Drahteseln, die zwischen einem und 25 Euro gekostet haben, steigt die Spannung. Müllsäcke, Rucksäcke und Sporttaschen werden feilgeboten. Was darin ist, bleibt geheim. "Solche Sachen werden gern genommen", weiß Erhardt. Und tatsächlich. Schnöde Säcke erreichen ebenso hohe Gebote wie manches voll funktionsfähige und fast rostfreie Fahrrad. Währenddessen muss Martin Pieper von der Stadthäger Feuerwehr los zum Sondereinsatz. Weil Fundsachen-Fahrräder nicht selten abgeschlossen abgegeben werden, bereiten teils dicke Drahtschlösser Probleme. Pieper muss sich mit dem Bolzenschneider mächtig ins Zeug legen. Das kennt der Feuerwehrmann schon - und als Retter in der Not hat er schließlich auch Erfahrung. Dann schlägt die Stunde von Familie Büsing. Karin Büsing hat in der Zeitung von der Versteigerung erfahren. Da Sohn Jonas ein größeres Fahrrad braucht, haben sie sich entschlossen mitzubieten. Ein schwarzes Treckingrad soll es sein, Einstiegsgebot ein Euro. Die Zehn-Euro-Grenze ist schnell erreicht. Dann wird es zäh. Mit 15 Euro ist Karin Büsing Höchstbietende, als Erhardt mit den Worten "und zum Dritten" symbolisch auf den Lenker schlägt. "Siebzehn", dröhnt es aus der Menge. "Zu spät", entgegnet die Auktionsleiterin.

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