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Sonnabend Start mit offizieller Begrüßungsveranstaltung, Konzert im Weserangerbad und Kunst auf dem Marktplatz

Auftakt für die Sommeruni: "Wir stürzen uns voll rein!"

Rinteln (cok). Die "Einschreibung" mit gut gelaunt ertragener Wartezeit hatten die 350 Studenten der Sommeruniversität bereits hinter sich, die erste große Vorlesung noch vor sich, als sie alle auf dem Kollegienplatz zusammenkamen und offiziell von Landrat und Stadt begrüßt wurden. "Sie nehmen Ihre Zukunft ernst! Und es werben ja auch Professoren und Wissenschaftler aus ganz Deutschland für ihr Fach und um Sie!", so Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier. "Wenn diese Woche an der Sommeruniversität dazu beitragen kann, dass die hohe Abbrecherquote an deutschen Universitäten auch nur ein wenig gesenkt wird, dann hätte es sich schon gelohnt."

Erste Vorlesung: "Wissen ist Macht - Wissen macht nix". Foto: co

Ebenso wie Eleonore Kamp-Franke vom Projekt Robin und Astrid Teigeler-Tegtmeier als Vertreterin der Stadt Rinteln, ermunterte Schöttelndreier die Schülerinnen und Schüler, in dieser Woche das Studentenleben samt Freizeit- und Kulturangebot intensiv auszukosten. Und Martin Beyerdorf von der Uni Hannover betonte: "Wer das Lernen nicht genießen kann, hat zu wenig gelernt. Wer aber meint, bereits der Weg sei das Ziel, der kann sich leicht verlaufen." Die Sommeruniversität solle eine Art Wegweiser in das zukünftige Studium sein. Etwa ein Drittel der jungen Teilnehmer fand sich wenig später im Rathaussaal ein, zu einer der drei großen Einleitungsvorlesungen. "Wissen ist Macht - Wissen macht nix", so Martin Beyersdorfs zweischneidige Grundthese, die er im lockeren Ton und doch systematisch auf den Punkt zulaufen ließ, dass das Wissen als Fundus zur Erklärung der Welt nur dann etwas "macht", wenn es auf ein Handeln bezogen wird. Sehr amüsant konnte das so nebenbei Hausmeister Paule alias Ulrich Reineking rüberbringen, wie er breit und derb seine Hausmeisterregeln des Studentenlebens erklärte und mal schnell den Namen einer jungen Frau aufschrieb, die die Füße auf den Tisch gelegt hatte und nun dazu verdonnert wurde, in den nächsten Tagen überall die angepappten Kaugummis abzukratzen. Bis zum abendlichen Punk- und HipHop-Konzert im Weserangerbad, wo die Band "Rinteln" mit ihrem leidenschaftlichen Punkrock den Abräumer gab, blieb nach den Vorlesungen genug Zeit, um die höchst eigenartige Performance von Helge Meyer und Andreas Hoppe zu betrachten, die auf dem Marktplatz ein stummes Würfelspiel um Kreidesteine inszenierten, bei dem der Verlierer zwar nicht Kopf, aber doch Kragen verlor, indem ihm nach undnach der schwarze Anzug vom Körper gerissen wurde. "Ich bin so wahnsinnig gespannt auf diese Woche", sagte Studentin Lara aus dem Auetal, die sich zusammen mit ihren Freundinnen Friederike und Sarah eingeschrieben hat. "Wir haben so viele Seminare wie möglich belegt und stürzen uns voll rein!" An der guten Stimmung unter den Studenten spürt man, dass es den anderen nichts anders geht.

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