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Morgen enden die archäologischen Grabungen

Aufriss für den Neustart – Granitsteine im Anmarsch

Hameln (bha). Während sich die Archäologen am Markt noch bis einschließlich morgen der frühen Stadt-Geschichte widmen, wird an den anderen Löchern in der Fußgängerzone die Zukunft vorbereitet. Nächste Woche, heißt es, kommen die Formsteine für die Gosse aus China im Hamburger Hafen an, und in zwei Wochen sollen die neuen Pflastersteine aus Chinesischem Granit eintreffen, um deren Wahl in Hameln zum Leidwesen vieler Politiker und Verwaltungsmitarbeiter so lange öffentlich gestritten und gerungen wurde.

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Dass derzeit das alte Pflaster in der Osterstraße am Hochzeitshaus von Baggern hochgerissen wird und nicht erst das auf der gegenüberliegenden Straßenseite, war zwar nicht geplant, erklärt die Stadt, doch von der Änderung „erhofft man sich einen Zeitvorteil“, weil dann Lütjer Markt und ums Hochzeitshaus herum „in einem durchgepflastert werden kann“.

Alle Technikbegeisterten können sich schon einmal einen Termin vormerken, an dem es in der Fußgängerzone schwergewichtig zur Sache geht: Am Montag, 12. Juli, wird ein 500-Tonnen-Kran anrollen, der die zwei Trafo-Stationen der Stadtwerke Hameln in die Gruben am Pferdemarkt und vor dem Bäckerscharren einsetzen soll – ein Koloss, der europaweit im Einsatz ist und von dessen Einsatzplan auch das Zeitfenster für die archäologischen Grabungen abhängt.

Derweil greifen die Archäologen auf feineres Gerät zurück. Gestern wurde mit Metalldetektoren gearbeitet, „Münzen haben wir aber nicht gefunden“, sagt der Projektleiter Joachim Schween, „nur Metallsplitter“.

Die Löcher in der Fußgängerzone werden immer mehr und größer – doch ein (erstes) Ende ist absehbar. Dann werden Teilabschnitte gepflastert.

Foto: Dana

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