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"Achtung Auto": Jahrgangsstufen der Albert-Schweitzer-Schule lernen in kritischen Situationen

"Auch die Totgefahrenen machen wieder mit"

Obernkirchen (rnk). Gerhard Friese lässt die Kinder schätzen: Wenn jemand also ein Zeichen gibt, dass der Autofahrer bremsen soll, wie lange wird es dann noch dauern, bis der Wagen steht? Die Kinder dürfen tippen und kleine Hütchen dorthin stellen - und sie sollen sich vorstellen, das wären jetzt sie. Das Ergebnis ist "echt krass", wie es ein Fünfklässler formuliert: Gut sieben Meter weiter als die Hütchen stehen, kommt der Wagen zum Stillstand. Die Botschaft kommt an: Die meisten Schüler wären gerade ein Opfer eines Verkehrsunfalls geworden.

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"Achtung Auto" nennt sich die Aktion, die sich als Beitrag der Verkehrserziehung an Schulen versteht. Vor allem den vierten und fünften Jahrgangsstufen sollen kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr verdeutlicht werden, damit sie Unfallgefahren erkennen und durch vorausschauendes Handeln richtig reagieren. Und weil die Praxis durch nichts zu ersetzen ist, lernen die Viert- und Fünftklässler der Albert-Schweitzer-Schule durch praktische Übungen und Demonstrationen. Sie erleben und erlernen den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionszeit und Bremsweg, auch in Abhängigkeit von den verschiedenen Fahrbahnzuständen. So können sie den Anhalteweg von Fußgängern und Fahrzeugen besser einschätzen. Der Lerneffekt stellt sich schnell ein: Als Friese die Schüler bittet, ihre Hütchen dort hinzustellen, wo das Auto bei Tempo 50 zum Stillstand kommt, stellen sie ihre Hütchen deutlich besser auf. Und alle beteiligen sich, Friese hat sie mit einem coolen Spruch aufgefordert: "Auch die Totgefahrenen machen wieder mit."

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