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Ökumenischer Gottesdienst in Kooperation mit dem DGB und der AIBM entwickelt / Reaktion auf Ardagh-Entlassungen

Arbeit und Arbeitslosigkeit ziehen als Thema in die Kirche

Bad Münder (jhr). Die Nachricht von der negativen Entwicklung bei Ardagh Glass und die Entlassung von 239 Mitarbeitern haben auch in den münderschen Kirchengemeinden für Bestürzung gesorgt. Kirchenvorstände, Pastoren und Pfarrer signalisierten den Betroffenen und ihren Familien ihre Solidarität. Jetzt wird das Thema „Arbeit“ zentrales Thema eines besonderen Gottesdienstes.


„Arbeit ist ein Menschenrecht“ ist der ökumenische Gottesdienst zum Tag der Arbeit in der Reihe „sonntags um 5 – der besondere Gottesdienst“ überschrieben. Gemeinsam laden die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde, die katholische Pfarrgemeinde, der Vorstand des DGB-Ortsverbandes und die Arbeitsloseninitiative Bad Münder (AIBM) dazu ein. Der Gottesdienst beginnt am 26. April um 17 Uhr in der Petri-Pauli-Kirche und ist gemeinsam entwickelt worden. Mitglieder des DGB-Ortsvorstandes und der AIBM führen ihn gemeinsam mit Vertretern der Kirchengemeinden durch, Pfarrer Bruder Godehard und Pastor Dietmar Adler sind beteiligt. „Die Kooperation wurde von allen Beteiligten als ausgesprochen konstruktiv und fruchtbar erlebt“, berichtet Adler.

Die Idee, einen Gottesdienst anlässlich des Tages der Arbeit zu gestalten, sei schon älter, doch: „Durch die drohende Arbeitslosigkeit vieler Mitarbeitender der Glashütte ergab sich dann der Themenkreis Arbeit und Arbeitslosigkeit“, so der Pastor.

Mit kreativen Formen sollen im Gottesdienst Anliegen und Sorgen rund um drohende und bestehende Arbeitslosigkeit sichtbar gemacht werden. Die biblische Botschaft von dem Menschen, zu dem Arbeit einfach dazugehört, und die Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen sind weitere Bezüge.

„Wir laden alle ein, ob sie Gemeindeglieder sind, oder nicht, ob sie Arbeit haben, von Arbeitslosigkeit bedroht oder betroffen sind“, lautet der Aufruf der Organisatoren.

Die Gottesdienstreihe „sonntags um 5“ versucht insbesondere Menschen der „jüngeren“ und „mittleren Generation“ mit offenen Gottesdienstformen anzusprechen.

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