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Superintendent predigt auf dem Marktplatz: "Wunder der Weihnacht" heranlassen

"Anderen Bildern folgen, als denen, die wir täglich in den Medien sehen"

Rinteln (wm). Kein Schnee, dafür Frost und Sonnenschein am zweiten Weihnachtsfeiertag, volle Kirchen und Gaststätten - die Rintelner feierten ein besinnliches und ruhiges Weihnachtsfest und das auch aus Sicht der Polizei, die bis Redaktionsschluss keine besonderen Vorkommnisse meldete. Viele nutzten vor allem das gute Wetter am zweiten Weihnachtsfeiertag für einen Spaziergang zum Klippenturm oder durch die Feldmark nach Möllenbeck zum Kloster.

Das Rintelner Jugendblasorchester untermalte den Gottesdienst au

Superintendent Andreas Kühne-Glaser wünschte am Heiligen Abend beim traditionellen Gottesdienst auf dem Marktplatz und danach beim Gottesdienst in der Nikolaikirche seiner großen Zuhörerschar, sie könne sich über die Festtage durch das "Wunder der Weihnacht" zumindest kurzfristig befreien lassen von allen Sorgen um Geld und Arbeitsplatz, allen Ängsten und der Geschäftigkeit, "unter denen das Wunder verschüttet liegt." Kühne-Glaser erzählte beispielhaft die Geschichte des Chefredakteurs der amerikanischen Tageszeitung "Sun", der auf die Frage eines achtjährigen Mädchen, ob es den Weihnachtsmann denn wirklich gebe, geantwortet hatte: "Die wichtigsten Dinge bleiben meist unsichtbar. Was du auch siehst, du siehst nie alles. Aller Menschengeist ist klein, im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt, ob er einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Ja, es gibt einen Weihnachtsmann, so gewiss wie die Liebe und Großherzigkeit und Treue". Es sei schon erstaunlich, wie schwer es sich die Menschen machten, "das Wunder der Weihnacht" an sich heranzulassen. Es helfe sehr an das Christkind glauben zu können, "auch deshalb, weil wir wissen, dass wir - wenn diese Welt eine Chance haben soll - anderen inneren Bildern folgen müssen, als den meisten, die wir tagtäglich in den Medien sehen. Wir brauchen unser Herz im Himmel und unsere Seele in Gottes Hand, sonst können wir nicht mit beiden Beinen im Lebens stehen und uns daran freuen".

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