weather-image
30°
Ekkehard Sebening und Dieter Leukefeld betreiben Bauschlichtungsstelle

Am Bau: Schlichten statt richten

Stadthagen/Bad Nenndorf (sk). Der Stadthäger Rechtsanwalt Ekkehard Sebening, ausgebildeter Fachanwalt für Bau- und Architekturrecht, und Dieter Leukefeld aus Bad Nenndorf, Architekt und Sachverständiger für Schäden an Gebäuden, haben eine Bauschlichtungsstelle eingerichtet. Diese soll streitenden Parteien den Gang zum Gericht ersparen.

Ekkehard Sebening (l.) und Dieter Leukefeld wollen mit Schlichtu

Außerdem bieten der Jurist und der Bausachverständige Mediation an, eine unparteiische Vermittlung, in der Parteien gemeinsam eine Lösung finden wollen, und sich - im Gegensatz zur Schlichtung - keiner fremden Entscheidung unterwerfen müssen. Baumängel - oft am schlüsselfertig erstellten Eigenheim - sind für Bauherrn und Bauunternehmer vermehrt Anlass, als streitende Parteien vor Gericht zu ziehen. Dieter Leukefeld sieht einen Grund hierfür im Trend, möglichst schnell und billig zum Eigenheim zu kommen. Leukefeld: "Die Qualität nimmt immer mehr ab. Es wird nur noch über den Kostenfaktor gebaut." Wie auch immer sie zustande kommen: Treten Mängel am Bau auf und kann hierüber im Streit um eine zu zahlende Summe oder eine zu erbringende Leistung keine Einigung erzielt werden, versucht der Bauherr, vor Gericht Recht zu bekommen. Das kostet Zeit und Nerven und kann teuer werden - zumal, so Sebening, Baurechtsverfahren kein Gegenstand von Rechtschutzversicherungen sind. Nicht kostenfrei aber günstiger kann der Streit über eine Schlichtungsstelle beendet werden, wie sie Sebening und Leukefeld anbieten. Eine besondere Stärke ihres Angebotes sehen beide in sich ergänzenden juristischen und technischen Kompetenzen. Eine Bausschlichtungsstelle dieser Art ist laut Sebening ein "Novum im Landkreis". Man leiste hier notwendige "Pionierarbeit". Sebening: "Der Bedarf an Schlichtungen ist groß, die Gerichte sind mit Baurechtsverfahren überlastet." Für ein Schlichtungsverfahren gibt es eine wichtige Voraussetzung: "Beide Parteien müssen Willens sein", so Sebening. Ist das gewährleistet, wird ein Schlichtungsvertrag geschlossen. Die Kosten der Schlichtung regelt eine Gebührenvereinbarung. Dem Ergebnis der Schlichtung, dem Schlichtungsspruch, müssen sich beide Parteien unterwerfen - oder letztlich doch vor Gericht ziehen. Anders sieht es bei der Mediation aus. Hier treten Leukefeld - er ist ausgebildeter Mediator - und Sebening, der diese Ausbildung ebenfalls absolviert, lediglich als unparteiische Vermittler zwischen streitenden Parteien auf, die selbst versuchen, eine Lösung herbeizuführen. Auch die Mediation ist vertraglich geregelt und einer Gebührenvereinbarung unterworfen. Ob Mediation oder Schlichtung zu bevorzugen sind, klären die streitenden Parteien in einem Vorgespräch mit Ekkard Sebening und Dieter Leukefeld ab. Die Schlichtungsstelle ist in Stadthagen, Bahnhofstraße 17, eingerichtet. Telefonischen Kontakt können Interessenten über das Büro von Dieter Leukefeld, (05723) 7 49 98 09, aufnehmen.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare